Lockdown 2, Tag 71


Der Nieselregen wurde durch richtigen Regen ersetzt.
Aber ich habe einen Termin beim Akustiker. Die ersten Abdrücke meiner Ohren fanden nicht die Gnade der Hersteller, also müssen neue her.
Also fahre ich durch den Regen nach Neubrück und lasse mir wiederum die Ohren ausschäumen, schwätze noch ein wenig mit der Akustikerin und dann:

Na, hoffentlich klappt das jetzt.


Zimmerreise: B – Beleuchtung
Das Thema verfolgt mich jetzt schon 2/3 meines Lebens. In der Lehre, im Studium, auf der Arbeit, auf der anderen Arbeit, bis hin zum mangelhaften Leselicht und dem Lichtmangel im Winter.
Fragt die Fernwehmutter: „Wann gehen wir auf den Monte Troodelöh?, bekommt sie zur Antwort: „Wenn wieder mehr Licht ist.“. Schließlich will sie nicht nur da hoch wandern, sondern auch Fotos und einen Filmschnipsel.
Fotografieren im Lockdown im Winter: Draußen dunkel, drinnen auch. Fotos entweder griselig oder totgeblitzt, Videokonferenzen unter verschärften Bedingungen.
Den aufmerksamen Leserinnen wird nicht entgangen sein, dass das Kapitel Zimmerreise A-Amethyst angehängt war, weil mir an den zwei Tagen mit Matschwetter absolut nichts einfallen wollte, was ich dann noch fotografieren sollte. Als dann Fjonka mit ihrer Zimmerreise ankam, habe ich das noch mal eben gemacht.
Den Amethyst zu fotografieren hat dann aber meinen fotografischen Ehrgeiz geweckt.
Das Lämpchen kam mal wieder zum Einsatz:

Ein Blatt Zeichenpapier als improvisierte Hohlkehle, Lämpchen von oben, nicht im Bild eine alte Hochglanzfolie aus einer Trockenpresse als Aufheller, Blitz von vorn oder auch nicht, fertig ist das Fotostudio

Das Lämpchen hat mittlerweile erstaunliche Karriere gemacht. Von der Notbeleuchtung und etwas nervtötendem Bewegungsmelder* zum Leuchtkörper für alle Fälle. Gut, wenn ich mal wieder was suche oder die Wasseruhr im Keller ablesen muss und jetzt also auch als Fotoleuchte.


* Wenn das Lämpchen im Schlafzimmer steckt, darf man sich nicht wälzen im Bett. Deswegen musste es nach ein paar Tagen ins Wohnzimmer umziehen.

7 Kommentare

  1. Für das Beleuchtungsthema den Amethyst wieder aufzugreifen, noch dazu auf dem Bücherregal, finde ich eine gute Idee. Gerade das manchmal unausweichlich Blitzlichfotografieren für eine Zimmerreise hat mich heute auch genervt, das rennt offene Türen ein. 🙂

    • Tja, Blitz ist so ein Thema für sich.
      Auf der einen Seite sorgt Blitz frontal im Zimmer gerne mal für eine Überbelichtung und Schlagschatten, heutzutage, wo man mit ASA aasen kann, andererseits wird ein Aufhellblitzchen zur rechten Zeit selten in Erwägung gezogen. Auch von mir. Obwohl ich es weiß! Wissen muss! Ich habe mindestens 8 Semester Beleuchtung in allen Lebenslagen auf dem Buckel.
      Mit der Nikon mache ich es noch eher, die kleine Samsung hat dafür manchmal schon zu viel Eigenleben.

    • Ich habe mir das mal angeschaut.
      Du warst ziemlich nah dran mit Kamera und Blitz. Das führt einerseits zu einer Aufhellung auf dem Lack des Schranksund andererseits zu einem Schlagschatten an der Wand.
      Tja. Wenn Du jetzt nicht gerade mit dem Handy fotografierst hilft folgendes.
      Kamera auf’s Stativ und ohne Blitz versuchen, dabei möglichst alle anderen Lichtquellen im Raum an.
      Einen Blitz nicht auf den Gegenstand, sondern auf die Zimmerdecke richten.
      Eine andere starke Lampe von der Seite auf den Gegenstand richten und etwas zum Aufhellen auf die Andere Seite stellen. Dazu nehme ich die Spiegelfolie, geht aber auch mit einer weißen Pappe.
      Eine Lampe auf die Wand hinter dem Gegenstand richten und dann blitzen.
      In jedem Fall ist es viel Gefummel.

      • Danke! Das sind wirklich viele gute Tipps.
        Bei einem ehrgeizigeren Projekt würde ich vielleicht auch Lampen durch die Gegend schleppen und mein kleines Stativchen irgendwie aufzubauen versuchen, aber weil ich keine grosse Ausrüstung habe, bin ich viel schneller bei einem wurschtigen „passt schon dafür“ .

  2. Das Thema Licht ist nicht nur bei Zimmerreisen drängend, sonderen auch bei Pilzexkursionen. Ich nutze meist eine LEDLENSER-Kopflampe in Verbindung mit einer kleinen Videofilmleuchte. Die Kopflampe hat enorme 240 Lumen und ist regelbar. Die brauche ich um spotweise aufzuhellen, während die Videoleuchte ein schönes Flutlicht macht. Beide kann ich in der Tasche verstauen, bzw. auf’m Kopf und stören bei längeren Fußmärschen in keiner Weise. Ohnehin kann ich den Blitz im Makrobereich nur selten einsetzen.

  3. Die Ohrabgüsse sehen wirklich aus wie kleine Vögel, und das war auch mein erster Eindruck, bevor ich den Text las: Birgit hat den Lagerkoller und macht jetzt in Bildhauerei 😉

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