Mein Rad hat sich beschwert, dass ich es sträflich vernachlässige. Das stimmt. Voriges Jahr um die Zeit war ich schon über 1100km gefahren, mindestens.

Dieses Jahr ist mir die Zeit einfach davongerannt. Der Mieterwechsel hat viel Zeit und Kraft gefordert. Von Anzeige schalten, Energieausweis erstellen lassen, Mieter auswählen, besichtigen, Mietvertrag vorbereiten bis zur Wohnungsübergabe (jetzt doch schon am 22.6.) bis zur Nebenkostenabrechnung für die scheidende Mieterin (seit gestern fertig). Das sind alles Zeitfresser.


Mein Neumieter scheint von der lautlosen Art zu sein.
Als gestern der Schornsteinfeger zur Gashausschau (noch so’n Termin) kam, hat der Neumieter ihn reingelassen. „Jaja, der ist da oben am renovieren.“ Das klappt schon mal.
Nur einmal habe ich mich erschreckt, als ich aus Kürnbach zurück kam, alle Fenster aufgerissen habe und eingepennt bin, hörte ich plötzlich eine Männerstimme, gefühlt neben meinem Ohr.

Erst die Kamera, dann das Handy kaputt heißt zweimal nach Köln rein müssen und eigentlich möchte ich nur noch pennen. Das Wetter schwankt indessen zwischen sonnig und Unwetterwarnung. Samstag hatte ich Besuch, mit dem ich eigentlich was unternehmen wollte und es goss wie aus Eimern. Also blieben wir hier sitzen.

Sonntag habe ich dann erfahren, dass Matti Joensuu verstorben ist. Matti tauchte etwa einmal im Jahr in unserem Dojo auf und übernahm den Unterricht. Er war ein freundlicher Lehrer und hat die Art von Aikido gemacht, die ich gerne gekonnt hätte. Locker, ohne Kraftaufwand ließ er die Ukes von sich abgleiten.


Um das zu verdauen bin ich dann in den Zoo gegangen und habe ein paar Portraits aufgenommen.