Es war einmal vor über 40.000 Jahren, da wurde in einer Höhle in einer engen Schlucht ein Mensch bestattet. Viele tausend Jahre später wurde in der Schlucht Kalkstein abgebaut. 1856 stießen Arbeiter auf Knochen, die sie zunächst für Bärenknochen hielten. Doch die Eigentümer der Mine zogen den WissenschaftlerJohann Carl Fuhlrott hinzu, der vermutete, dass es sich um urzeitliche Menschenknochen handelte.
Und so kam er an’s Licht: der erste Homo sapiens Neanderthalensis.

Warm sollte es werden, hieß es und ich hatte schon die Wasserflasche ausgegraben, aber dann traute ich dem Frieden nicht. Und so fuhr ich anstatt mit dem Rad durch die Heide mit der Bahn zum Neandertal bei Mettmann. In den 80ern des vorigen Jahrhunderts war ich wohl schon einmal dort, aber seitdem hat sich einiges verändert in Forschung und Wissenschaft, und auch das Museum ist nicht mehr das selbe, den 1996 wurde der Neubau eröffnet.



Neandertaler Frau, Turkana Boy, Lucy
Mit forensischen Methoden und Computerunterstützung werden heutzutage die Urzeitmenschen rekonstruiert. So lebensecht sehen sie heute aus. Alle haben freundliche Gesichter und die kleine Lucy kommt recht selbstbewusst daher, war sie doch die älteste der Hominiden Australopithecus afarensis.


Über eine schräge Rampe schlendert man durch die Menschheitsgeschichte und alle hier Dargestellten erzählen Ihre eigene Geschichte an Hörstationen.
Puh, das nächste Mal nehme ich die App und meine lärmunterdrückenden Kopfhörer. Die Osterferien habe ich nicht bedacht. Neben dem Museum gibt es noch ein großes Außengelände.


Johann Carl Fuhlrott Düssel
An der Düssel entlang geht es Richtung Fundstelle. Auch hier gibt es Hörstationen an denen die Geschichte des Fundes und des Kalkabbaus erzählt wird.


Gedenkstein von hinten
Schon hier ist erkennbar, dass von der ehemals engen Schlucht nichts mehr übrig geblieben ist. Der Kalkabbau hat ganze Arbeit geleistet. Auch die Fundstelle des Neandertalers wurde zerstört.



Der Turm markiert die Stelle, an der MR. N. gefunden wurde, ganz dort oben unterm Schädel. Der Weg nach oben erfolgt auch hier über Rampen. Von oben hat man einen guten Ausblick auf die ehemaligen Steinbrüche.





Dann wollte ich noch im Wildgehege die Auerochsen besuchen, aber über mir braute sich schon wieder dunkel etwas zusammen, also nahm ich die Abkürzung über den Kunstpfad an der Düssel und erreichte noch gerade vor dem Unwetter die Haltestelle.
ÖPNV: S 28 ab Düsseldorf Hauptbahnhof bis Neanderthal
Ich finde das hast Du toll geschrieben! Ins Neandertalmuseum könnte ich auch nochmal gehen, denn es ist doch bestimmt schon 10 Jahre her, dass ich dort war.