Bahn & Bike


S. hatte mir schon vor einiger Zeit ein Bett in Braunschweig angeboten. Das sollte nun in die Tat umgesetzt werden.
Weil das Wetter nicht ganz so übel war wie die 13 Monate vorher, entschied ich mich spontan, das Rad mitzunehmen.

Workaround Fahrradticket:

  1. DB-App: Fahrradticket suchen, Fehlanzeige
  2. Bahn.de, Fahrradticket suchen, Fahrradticket wird angezeigt
  3. Einloggen, buchen, mit Paypal zahlen
  4. Ticket als PDF runter laden
  5. DB-App öffnen: Uups! Da ist es ja schon fertig
  6. Die Wege der Bahn sind seltsam

Plan A:
Mit dem Rad zum Flughafen, RE6 Bis Minden, Westfalenbahn bis Braunschweig. Dauert etwas länger ist aber stressfrei beim Umsteigen. (2x Endbahnhof, Fahrstühle, bzw. ebenerdiger Zugang)
DB-Navigator will mich vom Flughafen nach Deutz schicken. Das ergibt keinen Sinn.
Ah jetzt Ja. RE6 fährt nicht durch, weil an der Strecke gebastelt wird.

Plan B:
Mit der 9 nach Deutz, mit dem Rad Illegal die Rolltreppe hoch. Der verspätete RE 7 ist so rappelvoll, dass ich mit dem Rad nicht mehr mitgenommen werde. (Plan A war schon gut)

Plan C:
RB bis Wuppertal und da mal gucken, der nächste RE 7 kommt, ist immer noch voll, aber ich komme rein.

Plan D:
Ich sehe, dass in Hamm genau der Aufzug defekt ist, den ich brauche. Durchfahren bis Rheine, weiter nach Braunschweig. Dauert etwas länger, ist aber stressfreier. Aufzug funktioniert und die Umsteigezeit ist fluffig – sehr fluffig – mehr als eine Stunde Zeit zum shoppen in Rheine. Der Rest ging dann.

Nicht unerwähnt bleiben sollen die Leute, die sich ohne Gepäck, Kinderwagen, Rollstuhl oder Fahrrad auf die Klappsitze im Fahrradabteil fallen lassen, obwohl noch Plätze im ganzen großen Großraumabteil frei sind. WARUM?
Die Fahrt mit dem Rad zu S. war dann der entspannte Teil der Übung.

2 Kommentare

  1. Ich gebe zu, ich setze mich auch lieber in das Fahrradabteil als mich in die engen Plätze im Großraum zu quetschen. Auch habe ich da mit den Beinen mehr Platz. Wenn natürlich ein Fahrradfahrer, ein Kinderwagen oder ein Rollstuhlfahrer kommt, räume ich natürlich den Platz. Aber man muss auch sagen dass die Fahrräder deutlich platzsparender aufgestellt werden könnten, sie müssten nicht alle einzeln stehen sondern können auch nebeneinander stehen.

    • Ja, und in der Regel tun sie das auch. „Darf ich mich da ankuscheln/anlehnen?“, hat im Fahrradabteil eine eigene Bedeutung. In Kombination mit „Wo musst du raus?“ Man kann in so einem Abteil mindestens 6 Räder, bei der längeren Variante 8+ aneinander gelehnt unterbringen, vorausgesetzt, die Klappsitze sind nicht von Fußgängern besetzt. Gestern war das wieder der Fall. Manche hielten mir noch rotzfrech den blauen Schein vor die Nase, mit dem sie jeden anderen Sitz hätten beanspruchen können. Ich habe selber einen. Ein paar junge Kerle waren blind und taub. Ohne Rad laufe ich eher einmal durch den Zug bis ich einen Platz finde. Taschen haben übrigens auch nicht das Recht auf einen Sitzplatz. Ich finde die Abteilplätze bequemer und habe dort meistens mehr Platz und Beinfreiheit als auf dem Klappstuhl. Beinfreiheit hatte der, der stur sitzen blieb dann definitiv nicht mehr.

Kommentare sind geschlossen.