Schwarzer Holunder, bitte übernehmen Sie!


Die Fichtenschonung am Feldrand ist nun zu weiten Teilen zusammengebrochen. Jetzt sieht man auch sehr gut, was darunter gewachsen ist: hauptsächlich Schwarzer Holunder

Der Holunder steht gerade in voller Blüte und manche haben ihn zum Fressen gern. Die Blüten in Pfannkuchenteig ausgebacken, als Sirup als Tee oder im Gelee, die Beeren als Saft, Sirup, Likör oder Marmelade. Tee und Saft gelten als gutes Mittel gegen Erkältungen.

Die kleinen Blüten in den tellerförmigen Trugdolden werden von hauptsächlich Fliegen und Käfern bestäubt. Am Haus galt er vielerorts früher als guter Schutzgeist und durfte nicht geschlagen werden. Frau Holle, auch Hulda genannt, erhielt ihren Namen vom Holunder.

Die Früchte sind für ca. 64 Vogelarten ein wichtiger Futterlieferant. Zur Reifezeit der Beeren fressen besonders Amsel, Star und Singdrossel vom Holunder. Auch kleinere Vögel wie Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke und Zilpzalp verschlucken die kleinen Beeren im Ganzen. Die Samen bleiben unversehrt, passieren den Verdauungstrakt und gelangen mit dem Kot ins Freie. So helfen die Vögel, den Schwarzen Holunder und andere Sträucher zu verbreiten. Es besteht hier eine ökologische Beziehung zum gegenseitigen Nutzen der Partner. (Endozoochorie) Die Vögel bekommen Nahrung – der Holunder neue Standorte.