Schiffstour


Eigentlich wollte ich nur mal gucken, wie es Notre-Dame geht.

Den kleinen Park auf der Île de la Cité gibt es schon lange. Man kann dort entspannen, auf die Seine und dem Pferd von Henry IV untern Schweif gucken. Man kann sich auch – BÄMMM! – beim Verlassen des Parks das Metalltor in die Hacken knallen.
Ich humpelte also zum Schiffsanleger. Dort stand ein prächtiges Boot mit Glasdach. Das richtige Boot, ohne Dach, stand dann dahinter.

Das kleine Boot tuckerte dann zunächst auf der Südseite der beiden Flussinseln entlang bis etwa zum Parc de Rossi, wendete dann und tuckerte auf der anderen Seite wieder zurück. Notre Dame wird noch von einem Baukran betreut.

Als wir uns wieder dem Anlegeplatz näherten, dachte ich, das war’s wohl schon. Aber das Boot tuckerte weiter bis hinter den Eiffelturm. Auf dem Absatz des filigranen Bauwerks stehen Menschen.

Goldig: Pont d‘ Iéna

Die Führung fand in englischer Sprache statt trotzdem habe ich es nach einiger Zeit aufgegeben, etwas verstehen zu wollen.

Am Ende der Schiffstour bin ich durchgefroren, kann aber wieder laufen. Noch ein Blick auf Henri IV und dann gehe ich langsam zum abgebrannten Welterbe.

Tauben und Möwen haben ein untrügliches Gespür dafür, die Herrscher der Welt lächerlich zu machen.

4 Kommentare

  1. Für das nächste Jahr überlege ich mir auch eher die westlichen Nachbarländer mal wieder zu besuchen. Aber Frankreich? Ich kann gerade mal mitteilen dass ich kein französisch spreche. In Dänemark war das alles kein Problem.

    • Ich hatte Französisch ja nicht in der Schule und die ersten Frankreichurlaube waren also Blindflug mit Sprachführer und dem Finger auf der Speisekarte. Ah, Escargots sind also Schnecken. Man muss sich nur was trauen. Berber und Vietnamesisch spreche ich schließlich auch nicht 😏. Mittlerweile gibt es Franzosen und Französinnen, die Englisch oder Deutsch sprechen. Ob sie es dann tun, ist eine andere Frage. Paris muss es für mich nicht mehr sein, aber es gibt viele schöne Gegenden. Im Elsass kommst Du mit Deutsch (oder moselfränkisch) klar. Mittlerweile gibt es auch gute Übersetzer-Apps.
      Leider hat mein französisch stark gelitten, seitdem ich das letzte mal dort war.

      • Vor dem Dänemark Urlaub habe ich ein bisschen Dänisch über Duolingo geübt. Niederländisch fällt mir deutlich leichter weil ich es von Kindheit an im Ohr hatte. Französisch hatte ich mal ein halbes Jahr in der Oberstufe. Auch hier habe ich ein bisschen mit Duolingo nachgearbeitet. Bei niederländisch bin ich fast bei Stufe 14, bei Französisch erst bei Stufe 11. Bei Dänisch hab ich es bis zur Stufe 8 gebracht. Aber die Aussprache bringt mich um

      • Ich finde Duolingo für mich nicht praktikabel.
        Als Vokabeltrainer zusätzlich zum Unterricht vielleicht, aber die ständigen Wiederholungen nerven. Setzt Du mal kurz aus, fängst Du quasi immer wieder von vorn an, weil schon gelernte Einheiten wiederholt werden müssen. Und was nutzt es mir, wenn ich weiß was Dreckige Fledermaus heißt, aber nicht nach dem Weg zum Klo fragen kann?
        Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit Hueber Selbstlernkursen, damals noch mit Kassetten, der Sendung „Russisch für sie“ im Schulfernsehen. Auf VHS aufgezeichnet und irgendwann geschaut, Begleitbuch gab es auch.
        Ich lerne schnell und effektiv Sprachen, vor allem über die Ohren. Und suche immer noch nach Audiovisuellen Lernangeboten abseits von Duolingo.

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