Karneval im Norden.


Nach dem ich die Wohnung besichtigt und gemietet habe, war ja noch Zeit, und ich wollte nicht im Karnevalsrummel in Köln ankommen. Weiberfastnacht in Preetz war Mistwetter, also dachte ich, in Kiel ist ja ein Aquarium, da sitze ich warm und trocken. Bis ich dort ankam, war ich aber kalt und nass.

Warum sind eigentlich Rochen auf der Unterseite so niedlich?
Womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass man dieses Aquarium in einer halben Stunde maximal, wenn man sich sehr viel Zeit lässt, gesehen hat.

Nach dem kurzen Besuch war mir genauso kalt wie vorher. Ich musste mich tatsächlich in dem großen hässlichen Einkaufscentrum eine Weile aufhalten um mich aufzuwärmen. In Preetz erstmal was essen und dann die Panik: Ein Hörgerät fehlt! Alles mehrfach abgeklopft und durchsucht – Nichts! Auch die Hörgerätedose fehlt. Eins steckt aber noch im Ohr.
Zurück in der Unterkunft, liegt die Dose auf dem Tisch. Stimmt, die hatte ich vergessen einzupacken, aber ohne Hörgeräte. Ich lege das verbliebene in die Dose und bestelle beim Universum: „Liebes Universum, mach dass das Hörgerät wieder auftaucht“ (Funktioniert angeblich auch, wenn man nicht dran glaubt Versuch macht kluch.) Aber dann muss ich ganz dringend auf’s Klo und in dem Moment, in dem ich meine Hose öffne macht es PLOPP und das verlorene Hörgerät landet genau senkrecht vor meinen Füßen. Danke, Universum! Die logische Erklärung für Skeptiker wie mich: Ich hatte ne dicke Kapuze auf, die ich ab und zu runter gezogen habe. Ich hatte einen Buff als Halstuch um den Hals. Mit der Kapuze habe ich wohl das Hörgerät aus dem Ohr gezogen, das hat sich im Buff verfangen und als ich mich dann leicht nach vorn gebeugt habe, ist das Hörgerät rausgefallen. (Warum nicht schon in der Gaststätte, wo ich kopfüber in meinen Rucksack getaucht bin?)

Nachdem ich mich von dem Schreck erholt habe, habe ich noch den Biotom angerufen und ihm erzählt dass ich nach Malente ziehe. Auf den Schreck hin hat er mich für die restlichen Karnevalstage eingeladen, die tollen Tage mit ihm, den Hunden Stine und Käthe und den Hühnern zu verbringen.

An der Nordsee waren wir auch, aber dort war es selbst dem Angler und Pilzejäger Thomas zu kalt.

Und so war es dann Winterschlaf statt Karneval. Käthe ist nicht im Bild, weil sie mir zu dicht auf die Pelle gerückt ist. Die Rückfahrt war lang und nervtötend.

Käthe wollte dann doch noch mit in den Blog und hat ein Foto nachgereicht:

Ein Kommentar

  1. Stine und Käthe – es geht doch nichts über klassische Hundenamen! Wer will schon so einen neumodischen Namen wie Fiffi oder Akira haben. 🤣

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