Donnerstag habe ich die Lumix nach Erkrath zur Reparatur gebracht. Vielleicht kann man ihr die Macke noch austreiben. Weil das Wetter gut war, wollte ich dann noch ein kleines Stück wandern. Bis zur nächsten Haltestelle mindestens.
Erkrath? Kenne ich da nicht jemanden? Gedanklich ging ich alle Bekannten durch, ohne Ergebnis. Dann fiel es mir ein:

Es war der freundliche Neandertaler.
Ich entschied mich also für’s Neandertal. Zuerst durch Erkrath, dann unter einer Autobahnbrücke durch, dann an der Düssel lang, bis zum Museum und dann zu einer der beiden S-Bahn Haltestellen, versprach eine schöne Strecke.



Hirschzungenfarn und Wurzelwerk
Im wild romantischen Tal der Düssel stellte ich dann fest, dass drei verschiedene Orte den Fundort des Neandertalers für sich beanspruchen: Erkrath, Hochdahl und Mettmann. Jedenfalls zeigt Komoot verschiedene Fundorte an, einen davon in der Nähe der Autobahnbrücke in Erkrath. Tatsächlich markiert der Aussichtsturm des Neanderthal-Museums den Fundort, der längst dem Kalkabbau geopfert wurde.


Nachdem Erkrath überwunden ist, geht es schön flach und ein bisschen matschig an der Düssel lang, dann geht es steil und schlüfrig über Treppenstufen nach oben. Dort steht noch eine einladende Bank, an der ich den viel zu warmen Pulli einpacke. Dann geht es ebenso steil und schlüpfrig wieder runter. Nachdem ich mich dort einmal im Schlamm gewälzt habe, ist heute Extrem-Klamottenwasching angesagt. dann war die schöne Strecke schon fast vorbei und ich musste bis fast zum Neanderthal-Museum an der Hauptverkehrsstraße entlang schlappen. Trotz meines schlammigen Zustands habe ich mir noch eine Pizza gegönnt. Und bin dann wieder steil nach oben zur Haltestelle Neanderthal geklettert. Schon beschwerte sich der untrainierte Körper der Muskelkater hält sich aber heute in Grenzen.
