Tante Lena


Irgendwann in meiner Jugend fiel der Rather Jugend auf, dass man nicht nach Köln rein muss, um sich in einer Kneipe zu treffen. Eine davon war die Gaststätte Jägerhof, eine ehemalige Umspannstation, die von der damals schon uralten, resoluten Tante Lena geführt wurde. Niemand sagte damals Jägerhof. Alle trafen sich bei Tante Lena. Das Gebäude war auch so wie Tante Lena. Ziemlich alt und ziemlich verräuchert. Die Besten Jahre hatte es schon hinter sich.
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Dann stand es lange leer. Irgendwann, während meiner Abwesenheit wurde es renoviert.
Heute ist es ein Restaurant mit gehobener mediterraner Küche. Innen hängen Bilder aus der guten alten Zeit, die dunklen Wandpaneele blieben erhalten, aber insgesamt ist es viel heller, als ich es in Erinnerung hatte. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.

7 Kommentare

  1. Der Jägerverband hat doch in letzter Zeit eine Riesenwerbekampagne als Vorspann im Kino laufen lassen, um sich als Naturschützer darzustellen und sein Image aufzupolieren. Da Werbung heutzutage alles ist, wird der Name doch sicher bald wieder salonfähig sein.

    • Ich war lange nicht mehr im richtigen Kino. (Zuletzt im japanischen Kulturinstitut ein Anime gucken, heute Abend vielleicht im Museum Ludwig „all that Jazz) Und wenn, bin ich erst am Ende des Werbeblocks reingegangen. Ich dachte Gestern, ich müsste mal einen thread über Flurbezeichnungen und Kneipennamen machen.

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