Zur Grube Cox


Die Grube Cox wollte ich mir schon länger ansehen, also habe ich Sonntag das Rad ausgeführt.
Nachdem ich dem ausgetrockneten Flehbach gefolgt bin, fand ich zunächst ein Loch im Boden.

 

 

Station 3 des Bodenlehrpfades im Königsforst. Den werde ich mir noch einmal in gesamter Länge ansehen. Auf einer Schautafel ist der Aufschluss erklärt, mit den verschiedenen Bodenschichten und dem dafür typischen Bewuchs.

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Kettners Weiher

Kettners Weiher ist ein für den Königsforst typisches Gewässer. Er ist kein natürlicher Weiher, sondern durch einen Stau des Wahlbachs entstanden und hat flache Ufer, ein paar Bänke drumherum.  Man sieht nur einen Teil des Weihers, der andere ist im Wald verborgen. Die Schmierschicht auf der Wasseroberfläche ist nicht schlimm, nur ein Bakterienrasen.

Nun aber weiter, ein Stückchen durch Bergisch-Gladbach zur Grube Cox, und die ist ganz anders:P1000513

Da sieht man schon, das Ufer ist nicht modderig flach, sondern steinig steil. Das Wasser ist kristallklar. Denn die Grube Cox ist ein ehemaliger Steinbruch. Hier wurde noch bis 1985 Dolomit abgebaut. Ursprünglich sollte sie wieder verfüllt werden, aber mittlerweile hatte sich die Natur mit erstaunlicher Artenvielfalt häuslich eingerichtet und so wurde sie 1996 unter Naturschutz gestellt.

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Große Heidelibelle

Und das war auch gut so. Denn hier gibt es Natur aus zweiter hand mit vielen kleinteiligen Lebensräumen.

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Felswände
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kleine Feuchtgebiete
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Insgesamt vier verschiedene Seen.

 

 

Viele kleinteilige Lebensräume bedeutet eine große Artenvielfalt. Es war also sehr sinnvoll, das Gebiet unter Schutz zu stellen, ob wohl es sich ja um Natur aus zweiter Hand hndelt.

Wie in allen Naturschutzgebieten herrscht strenges Wegegebot! Dieses Mal habe ich mein Rad geschoben, aber beim nächsten Besuch binde ich es bestimmt irgendwo an.
Es waren übrigens erstaunlich wenige Leute dort unterwegs und es war sauber! Kein Müll, keine Grillreste, nichts! Und das, obwohl (oder weil) es auch keine Sitzbänke und Mülleimer gibt.

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Zurück ging es dann über den Bahndamm, mit einer Pause an der Forsbacher Mühle und im Wassertretbecken.

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