Dank Augusta


In der Flora war ich schon lange nicht mehr. Früher öfter mal Samstags, nach dem Training, weil ich meinen freien Tag noch genießen wollte.

Palmenallee

Nun kristallisiert sich schon heraus: das 49€ Ticket macht mobil. Jedenfalls einige Bookcrosser, die auf Treffen auftauchten, die die noch nie besucht haben, oder einfach so auftauchen und sich treffen wollen. Eichhorn tauchte auf und wollte eigentlich den Melaten-Friedhof besichtigen und sich im Café Goldmund treffen.

lecker essen!

Nun ist es so, dass ich um Friedhöfe gern einen Bogen mache und das Goldmund nicht mehr so gut ist, wie vor Corona. Dank Augusta gelang es mir, sie in die Flora umzuleiten.

See an den Alpen

Zunächst eimal spazierten wir eine Runde durch den botanischen Garten. An der Palmenallee vorbei schlenderten wir schwatzend zum Alpenpanorama. Und einmal drumherum.

Im Beobachtungsstand an der Bienenweide ließen wir beide je ein Buch frei. Die Schaugewächshäuser sind leider noch nicht wieder fertig, sollen aber 2024 wieder eröffnet werden. Wir amüsierten uns über die kölschen Bezeichnungen in den Gemüsebeeten.

In vielen Bereichen des Parks werden, zugunsten der Artenvielfalt die Rasenflächen nicht mehr mit der Nagelschere kurz gemäht.

Hier klärte sich auch die Frage, warum ich Parks gegenüber Friedhöfen bevorzuge. Eine Sache, über die ich meistens schweige. Ich kann Parks, Wälder und Friedhöfe olfaktorisch voneinander unterscheiden. Ich rieche Nelken bevor ich sie sehe, ich rieche Pilze, bevor ich sie sehe und ich rieche einen Friedhof aus einiger Entfernung. Friedhof hat für mich neben dem üblichen Parkgeruch immer einen Untergeruch aus Aas, vergammelten Kränzen, in vergessenem Blumenvasen verfaultem Wasser… Was ich sonst noch so riechen kann, wollt ihr lieber nicht wissen. Trotzdem würde ich nicht auf Geruchs- und Geschmackssinn verzichten wollen.

Vorbei an meiner Lieblingsruine und den prachtvoll blühenden Lilien gelangten wir wieder in den gepflegten Teil des Gartens, wo die Beete nach Farben sortiert sind und die Rasenflächen kurz und zu Dank Augusta.

Das gelbe Beet

Dank Augusta, die Gastronomie der Flora hat ein außergewöhnliches Konzept: Man kann sich ein Picknickkörbchen mit allerhand Leckereien füllen lassen. Wir schnappten uns also jede ein Picknickkörbchen. Da wurde wirklich an alles gedacht: Warme und kalte Speisen sind in Gläsern verpackt, Glas, Teller, Besteck und Serviette, klar. Sogar ein Flaschenöffner hängt am Picknickkorb. Der Ort wäre perfekt auch für ein größeres Treffen. Ich hatte Süßkartoffelcurry, Couscoussalat und Ziegenkäse. „Bist Du Vegetarierin, Bibo?“ „Nee, aber ich habe so viel gutes Fleisch im Froster, dass ich auswärts nicht noch Frikadelle essen muss.“ Wär das auch geklärt.

Tänzer mit Kormoran

Anschließend wollten wir mit der Rheinseilbahn über den Rhein und durch den Rheinpark zurück zum Deutzer Bahnhof. Alle anderen wollten das auch. Also sind wir am linken Rheinufer Richtung Dom spaziert und dann über die Hohenzollernbrücke zum Deutzer Bahnhof.

So grüne Augen!

Ja, die richtige Kamera war auch dabei.