Der Tunnel


U-Bahn Tunnel am Heumarkt protzig aber unbelebt.

Bei der Vorbereitung der Nord-Süd-Verbindung und eventuell einer Ost-West-Verbindung wurde diese Haltestelle angelegt. In dieser Stadt, in der nichts funktioniert, bleibt sie weitgehend menschenleer. Der Süßwarenhandel und der Kiosk in dem ovalen Pavillon haben schon lange aufgegeben. Der Grund: Hier fährt nichts. Also fast nichts. Oberirdisch fahren Bahnlinien 9, 1 und 7 sowie diverse Busse. Unterirdisch ist der Bahnhof eine Sackgasse. Hier fährt die Linie 5 nach und von Ossendorf. Die geplante Nord-Süd-Verbindung – Linie 17 – verendet seit dem Einsturz des Stadtarchivs am 3. März 2009 immer noch an der Severinsbrücke. So sieht ein Milliardengrab aus. Und als ob diese dysfunktionale Stadt nicht sowieso schon pleite wäre, wird auch noch großkotzig ein neues Milliardengrab geplant: Eine Ost-West-U-Bahn soll es werden. In einem Untergrund, der die Qualität eines Schweizer Käses hat, gespickt mit Ü-Eiern.

Ich bin da durchgelaufen, weil es oberirdisch geregnet hat. Man ist lange unterwegs! Ausnahmsweise funktionierten die langen Rolltreppen. Es gibt auch Aufzüge. Mal funktionieren sie, mal nicht. Inklusiv ist das nicht. Soll man da den Befürwortern der „Tunnellösung“ Glauben schenken, die prophezeien, dass sämtliche Aufzüge und Rolltreppen in Zukunft funktionieren werden? Lohnt sich eine Verkürzung der Fahrzeit um drei Minuten, wenn man zehn Minuten braucht, um runterzukommen? Oder wenn man mit Rolli, Rollator oder Kinderwagen gar nicht erst unten ankommt?

2 Kommentare

Hinterlasse eine Antwort zu Unterwegs mit mir Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..