Aber was? Mit Ziersträuchern kenne ich mich so gar nicht aus. Ich tippe auf Tulpen-Magnolie.
Tatsächlich ist aber der Boden an der Terrasse eine echte Herausforderung. Das Gegenteil vom gewohnten lehmigen Löß. Während der lehmige Löß nach zwei Tagen in der prallen Sonne derart zusammengebacken ist, dass man keine Spaten mehr in die Erde bekommt, passiert hier das Gegenteil: Im trockenen Zustand bröselt alles auseinander. Meine japanische Hacke meint, die Suppenkelle wäre zuständig.
Ich vermute, das ist überhaupt kein Boden im eigentlichen Sinne, sondern irgendetwas Angekipptes um den Höhenunterschied auszugleichen, und die paar Sträucher, die hier wachsen, wurden vermutlich im eigenen Wurzelballen geliefert. Die Nachbarn sagen, sie hätten sich jahrelang bemüht und wären jetzt bei Kübelpflanzen angekommen. Eine Herausforderung also.
Doch Rettung naht: Die Fjonka hat mir schon eine Liste mit Gewächsen zukommen lassen, mit Pflanzen, die extrem nährstoffarmen Boden brauchen. Ich war derweil schon bei Thymian und Rosmarin angekommen, weil die mit Lehm und Nässe so gar nicht klar kamen.
Auf dem Weg zum Briefkasten, nur drei Häuser weiter, gibt es einen Wintergarten, aus dem alles entnommen werden darf, auch die Pflanzen davor. Ich habe erstmal die Gelegenheit wahrgenommen, etwas reinzustellen, das irgendwie mitgekommen ist, aber nicht gebraucht wird. vor dem Wintergarten stand ein einsamer Pott mit Löwenzahn, aber auch mit weißer Fette Henne und noch einer anderen Sukkulente. Die habe ich mitgenommen und eingepflanzt.
Vielleicht wächst da ja doch was.


Noch’n Tipp: einfach mal gucken, was in der Gegend natürlicherweise wächst (bzw natürlich erstmal, ob das denn der normale Boden dort ist oder wirklich Abraum. Was ja auch nicht schlimm wäre 😉 Bessrr sowas als der fette Mutterboden mit Quecke drin, den man hier kriegt, wenn man im Neubaugebiet „Gartenboden“ aufschütten lässt – eine Unsitte, aber normal)
Die Nachbarin, die über mir wohnt, und erstmal ziemlich unfreundlich rüber kam „Bis JETZT war es ruhig“, kam dann gestern zuckersüß an, ob ich mich dann nicht auch um den Gartenteil vor dem Haus kümmern wolle. Die armen Pflanzen dort bekämen ja zu wenig Wasser, und mein Vormieter hätte sich so bemüht um den Rhododendron, den er gepflanzt hat, (Rhododendron auf Sand 🤦🏽♀️) aber das wird einfach nichts. Da hängt der Schlauch, hier ist der Anschluss…
Ich gucke erstmal in meinem kleinen Eckchen.
Du liebe Güte! Ich habe in meinem Garten nicht mal in den beiden „Dürrejahren“ mit dem Schlauch rumgefuhrwerkt. Nur die Harten kommen in den Garten.
Wenn ich ihr nochmal begegne werde ich ihr vorschlagen, dem Rhododendron ihren Kaffeesatz zu geben.
Ach, ich hatte das so verstanden, daß Du so ein kleines FerienHAUS hast!? War wohl falsch…. na, mit der Nachbarin, das hört sich so an wie: DU hast die Arbeit, aber wie es gemacht werden soll, das bestimme ICH *g*
Das hatte ich schon mal. Eigentlich den größten Teil meines Lebens. Bei Fremden Leuten kann ich da ziemlich ignorant sein. Bei meiner Mutter habe ich irgendwann gewusst, das sie jeden Donnerstag zum Markt fährt und die Arbeit in ihrem Kommentarbereich erledigt, wenn Sie zum Markt war.
Das sowieso. In Köln habe ich als ziemlich allererstes Spitzwegerich in die Wiese eingetragen. Hat ein Weilchen gedauert, bis er sich dann auch vermehrt hat, aber dann kam er gut. Ich brauche den ständig als Heilpflanze.
Magnolie ist schon richtig.
ist in D genauso wenig heimisch wie der Rhododendron 🙂
Viele Grüße an deine Nachbarin,
die so hilfsbereit Arbeit verteilt, zu der sie selbst keine Lust hat