Stempeln gehen


Feodora schreibt ja immer von Stempelstellen, die sie auf Wanderungen aufsucht. Und tatsächlich habe ich diese Stempelkästen auch schon mal gesehen und teilweise benutzt um Bücher freizulassen. Auf dem Monte Troodelöh im Königsforst und an der Anlegestelle Fegetasche am Plöner See. Ich bin ja leider nicht so ganz gut zu Fuß, aber die Gegend hier lädt ein zum Wandern und so habe ich mir in der Touristen-Info zwei Wanderpässe besorgt. Nur muss man erstmal hinkommen, zu den beschriebenen Rundwegen. Der Dieksee ist direkt vor der Haustür, hat aber keine Stempelkästen, der Kellersee etwas weiter weg.

Also habe ich mir einen Weg in Richtung Kellersee gesucht, durch den schönen Buchenwald. Dann ein kurzes Stück an der Straße lang. Dann durch einen kleinen Sumpf bis zur Schwentine-Bücke. Der Kellersee-Rundweg ist erreicht.

Hinter der Brücke geht es zunächst nicht etwa am See entlang, sondern durch ein Wohngebiet. An einem Parkplatz zweigt ein Weg ab, der auf einem Damm durch ein interessantes Feuchtgebiet zu einer Badestelle führt.

Die Aussicht auf den See ist phantastisch, Kinder lernen Segeln und zwei tapfere Frauen baden tatsächlich schon im See. Bei 10° Außentemperatur, Alle Achtung! Die neue Kamera war mit und die hat leider nen Fussel in der Optik, der sich immer wieder störend bemerkbar macht. Seit Februar suche ich den Fussel und retuschiere, falls möglich.

Was willst du hier?
Pack dich weg!
Ich krieg dich!
Vertrieben ist der Eindringling!

Am Malenter Fährhaus kann ich ein Duell unter Schwänen beobachten. Was Frau und Nest angeht, verstehen Höckerschwäne keinen Spaß.
Jetzt führt dann auch endlich ein Weg am See entlang.

Haubentaucher, romantisch

Im Schilfgürtel der Bucht findet sich ein Pärchen Haubentaucher. Möglicherweise hätten sie noch mit ihrem Balztanz angefangen, wenn ich länger gewartet hätte.

Der kleine blaue Kasten enthält den Stempel Nr. 9

Wunderwelt Wasser nennt sich das Gelände, das der Seeadler bewacht. Auf großen Schautafeln werden für kleine und große Kinder die Zusammenhänge der Natur erklärt. Ich drehe dort eine Runde. Den 2. Stempelkasten werde ich nicht mehr erreichen. Dunkle Wolken drohen und ich gehe zurück.

griesgrämige Stiefmütterchen am Vatertag

Achja, Vatertag war auch. Aber längst nicht so extrem wie in Köln, wo besoffene Väter-Horden den Königsforst fluten. Ein paar waren unterwegs – nur kleine Grüppchen von zwei bis vier Vätern. Trotzdem war der Kurpark gesperrt, weil es in den letzen Jahren Fälle von Vandalismus gegeben hatte.

Die Zicke von Komoot meckert, weil ich einen anderen Weg nehme als vorgeschlagen. Bisher konnte ich problemlos über die Pause-Funktion zwischen geplanter Route und Aufzeichnen wechseln. Seitdem die neuen Herrscher über die App sie ständig verschlimmbessern, ist das nicht mehr so einfach. Ich soll durch die Lindenallee zur Hauptstraße, aber ich weiß, dass am geschlossenen Kurpark ein Fußweg vorbei führt.

Eine ganz spezielle Familie

Vater Kanadagans (Branta canadensis), Mutter Graugans (Anser anser), Kinder Hybriden aus zwei Arten.
Leider rückt ihnen ein angetrunkener „Vater“ auf die Pelle, so dass sie vorsichtshalber ins Wasser gingen. Aber die erwische ich auch noch mal in schön. Wirklich scheu sind sie nicht.

2 Kommentare

  1. Als ich vor Jahren ein paar Tage dort mal im Urlaub war war ich in dem kleinen Hotel in Niederkleveez. Nix tolles aber ganz nett. Von dort bin ich auch einmal um den See gelaufen und auch einmal nach Plön.

    • Ich habe dreimal jeweils zum Plöner Picknick im Lake House Plön gewohnt, obwohl die Busanbindung Abends und an Wochenenden eher schlecht war, weil ich mich dort wohl gefühlt habe. Bei gutem Zustand der Knie, bin ich von dort aus ziemlich weit gewandert, bei schlechtem, mit den Fähren gefahren.

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