Den habe ich gestern mal ausprobiert und auch die richtige Kamera mit.
Das hat tatsächlich einer bei Komoot zu dem Waldweg geschrieben. Ich hingegen komme vor lauter Wald bestaunen nicht dazu, den Wald zu fotografieren. Wie immer ist Radfahren mit Fotografie nicht grundsätzlich kompatibel. Zu Fuß gehen ist besser.
Gerade hatte ich noch dem Zwetschgenmann was zu „nah ran“ geschrieben, und dann das. Tatsächlich fotografiere ich meistens vom Weg aus, bei passender Objektivwahl. Zu groß ist die Gefahr, irgend etwas zu zertrampeln, zum Beispiel die unsichtbaren Eier der Regenpfeifer im Kies. Schon auf Holnis gehörte das zu den Grundregeln im Naturschutzgebiet: Auf den Wegen bleiben! Aber manche Leute scheinen sich von Regeln und Verboten geradezu provoziert zu fühlen, sie zu brechen. Zum Foto: Den leuchetende gelben Streifen zwischen den Bäumen ist mir nicht gelungen einzufangen.
Also wirklich beurteilen kann ich nur das wallende weiße Haupthaar und den wallenden weißen Bart. Den Rest nicht. Will ich auch nicht.
Hinter Niederkleveez ging es dann wieder vermehrt an der Straße lang, durch Wohngebiete und sogar ein Stückchen Bundesstraße und dann die schöne Strecke am Plöner See entlang zwischen Fissau und Plön. Insgesamt einfach zu bewältigen. Ich war schneller in Plön als erwartet. Bloß bin ich fürchterlich untrainiert, auch was Radfahren angeht. Umzugskisten ein- und auspacken ersetzt keine Radtour.
Auf dem Rückweg bin ich dann von der „geplanten Tour“ abgewichen, und einem Fahrradwegweiser gefolgt. Der kleine Bogen entlang des Behlersees hat sich gelohnt. die Strecke kam mir irgendwie bekannt vor. Stimmt, da war ich da schon mal zu Fuß, im Juni 2024 am Freitag vor dem Plöner Picknick.
Schon an einem der Pausenplätze kam mir der Verdacht, dass ich da schon mal war. Tatsächlich bin ich auch bis zu den Knien ins Wasser gegangen, aber zwei Mütter mit drei Kindern heilten mich erfolgreich davon ab, ein Foto zu machen oder gar mich nackig ins kalte Wasser zu stürzen. Am Zeltplatz „Adlerhorst“ war es dann klar. Wobei mir der Zeltplatz irgendwie unheimlich ist. In beiden Fällen war da niemand. Aber „Adlerhorst“??
Auf dem Rückweg habe ich dann doch angehalten um die schönen, reetgedeckten Häuser zu fotografieren. Im Kneipp-Becken bei den Spiegelteichen habe ich mich kurz lächerlich gemacht: Hölle, war das kalt im Vergleich zum See! Schöne Tour, nicht übertrieben weit, und besser den Bogen ausfahren.






