Ich lebe jetzt im waldärmsten Bundesland und bin umgeben von herrlichen Buchenwäldern. Die Stelle war bewusst gewählt, ich war schon immer ein Waldmensch, Habe mich schon als Kind immer wieder instinktiv in den Königsforst zurückgezogen, obwohl der damals mehr Fichtenplantage als Naturwald war.


„Waldbaden“ ist ja jetzt angesagt, aber schon eine Stunde Waldspaziergang, ohne Joggingschuhe und Fitnessuhr, hat heilende Wirkung auf Körper und Geist, baut Stress ab und senkt den Blutdruck. Das wurde jetzt sogar wissenschaftlich nachgewiesen.




Während eines fiesen Infekts habe ich auf der Naturgucker Akademie den Lehrgang „Wald kompakt“ erledigt und „Wald Grundwissen“ angefangen. Dazu gehören auch Hausaufgaben: Einen Biotopbaum finden und beobachten. die habe ich während er zweitägigen Hitzewelle erledigt. Eigentlich hätte ich fast jede dieser alten Buchen nehmen können.



Und auch eine Besucherin habe ich in den Wald geschleppt.
Die war anscheinend nicht so begeistert: „Ich dachte, Du zeigst mir was von der Gegend.“ „Und was machst du jetzt hier?“, waren die Kommentare.


Entschleunigen. Nach 13 mehr oder weniger stressigen Jahren, mit Mutterpflege, Großstadt, Corona-Pandemie, Bürgerinitiative, Brustkrebs, Kampf gegen Bebauung … habe ich mir das wohl verdient.
Übrigens finde ich am See sitzen, ins Wasser starren und die Gänse beobachten genauso entschleunigend.