Knochen


Ich habe Knochenbrühe gekocht für meine kaputten Kniegelenke in der Hoffnung, dass sie sich regenerieren. Dann bin ich nach Lübeck gefahren, um Knochen zu betrachten und zu fotografieren.

Bitte Lächeln! Schweinswal

Bis auf die Knochen heißt die Ausstellung im Museum für Natur und Umwelt. Was man seit einigen Jahren auch darf und früher verboten war: einen Fotoapparat zum Eigenbedarf mit ins Museum nehmen, aber nur ohne Blitz. Fast unglaublich. Dabei habe ich doch mal im rheinischen Bildarchiv gearbeitet, bei dem man offizielle Fotos aus den Museen bestellen kann. Vielleicht hat man vor den Smartphones kapituliert.

Das Nilpferd

Ich nehme also die richtige Kamera mit dem kleinen Weitwinkel – Normalobjektiv mit. Tele im Innenraum ist sinnlos.
Einerseits fotografiere ich ganz gern in Museen. Die Abgebildeten sind stillschweigend einverstanden und zappeln nicht rum. Man kann in Ruhe ausprobieren. Von etlichen Versuchen das Nilpferd zu fotografiere habe ich nur diese behalten. Was ich zuerst im Sinn hatte war viel zu brav.
Andererseits ist es eine Herausforderung.

Tigergebiss

Mal schiebt sich ein Besucher ins Bild, mal ein Gebäudeteil, mal eine Spiegelung, und die Beleuchtung ist auch oft künstlerisch wertvoll. Deswegen sind hier fast alle Fotos nachträglich beschnitten.

Elche

Die Heizung beim Nashorn, eine Kante und eine Nase beim Tiger, die Decke und ein anderes Geweih beim Elch… Das Walskelett fiel einer Spiegelung zum Opfer.

Krähe

Die Spiegelung bei der Krähe konnte ich tolerieren, der wirre Hintergrund hätte noch etwas Unschärfe vertragen können.
Die Knochen-Ausstellung war interessant, die Dauerausstellung müsste mal generalüberholt werden. Aber man arbeitet daran.

Museum für Natur und Umwelt
Musterbahn 8
23552 Lübeck

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..