Durch den Wald nach Rachut und zurück


Nieselregen, meine Bettwäsche ist mit dem Ständer über die Terrasse geflogen, war aber nicht dreckiger als vor der Wäsche. Mein inneres Schwein pfeift. Aber trotzdem. Der Ortsteil Rachut ist nicht weit, durch den Wald gut erreichbar und Openbookcase zeigt sogar einen Bücherschrank an, wo vorher keiner war. Ich greife mir also ein Buch, die gute Kamera, einen Wanderstock und los gehts.

Den Weg am Waldrand entlang bis zum Grillplatz kenne ich schon. Der Lost-Place ist immer noch lost. Am Anfang nervt der Wanderstock mehr, als er nutzt, da er sich selbständig zusammenschiebt, wenn ich mich wirklich mal drauf abstütze. Später geht es dann besser, nachdem ich ihn an anderer Stelle eingestellt habe. Moderne Technik. Die alten Lekis die einfach ohne Schnappverschluss festgedreht wurden, waren besser.

Die eingeklemmte Fichte ist immer noch eingeklemmt. Dieses Mal schaue ich sie etwas genauer an und habe auch die richtige Kamera dabei. Es sind wirklich mehrere Buchen um die Fichte herum gewachsen.

Am Grillplatz links, ein Stück die Straße entlang und schon ist die Linden-Allee erreicht, die zum Gut Rachut führt.

Der Bücherschrank zwischen den Linden entpuppt sich als „Flohmarkt“. Neben Büchern gibt es noch andere Sachen, die gegen eine kleine Spende entnommen werden können. Paypal wird auch akzeptiert. Ich habe ein Buch reingestellt, nichts rausgenommen und nichts gespendet.

Bald erreiche ich das Gut Rachut. Die ehemaligen Landarbeiterhäuser dienen heute meist als Ferienwohnugen. Auch hier gibt es einen „Flohmarkt“ in einem offenen Regal, hier aber mit festen Preisen. Paypal wird auch akzeptiert.

Einen schönen „Schupfen“ extra für die Fjonka gibt es hier auch. In diesem Haus befanden sich die Werkstätten sowie die Schrotmühle. Am Dach ist noch der Flaschenzug befestigt, mit dessen Hilfe die Getreidesäcke hinaufgezogen wurden.

Noch ein Blick zurück, dann gehe ich durch eine weitere Allee wieder in den Wald hinein.

Ich hatte ja auf einen schönen Steinpilz gehofft für mein Mittagessen aber alles was ich vom Weg aus gesehen habe, war Schmetterlingstramete und Zunderschwamm an Totholz. Auch fotogen, aber nicht ganz so lecker. Statt dessen nehme ich auf dem Rückweg ein Buch aus dem Bücherhäuschen, klappe es auf und es ist schon wieder ein Bookcrossing-Buch. Ist das noch normal?

4 Kommentare

    • Ich wollte nur einen finden, um dich ein bisschen neidisch zu machen. 😉 Es regnet. Die Chancen steigen. bin mir aber nicht sicher, ob man hier überhaupt sammeln darf. Steini wächst doch auch an Buche, oder?
      Ich hab Deine Adresse aus Deinem Kommentar gelöscht. Muss ja nicht jeder wissen wo du wohnst.

      • Natürlich darf man sammeln, wenn es nicht ein Naturschutzgebiet ist. Steini wächst an Buche, Eiche, Fichte, Birke, Linde …

        Übrigens: Wenn du den Mehl-Räslimg (auch essbar!) findest, hast du einen starken Anzeiger für Steinpilzvorkommen.

      • Wenn ich den Mehl-Räsling wohl kennen würde und sicher bestimmen könnte…
        Gerochen habe ich Stinkmorchel, bin dem aber nicht nachgegangen.
        Hier gibt es Buche, Buche und Buche. Regnet immer noch.

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