Drei Tage nass, zwei Tage geruht, am Mittwoch war ich Nachmittags wieder trocken genug, um mich in den Wald zu wagen. Pilze sammeln oder fotografieren wollte ich nicht, ich schwör! Aber nachdem ichtatsächlich einige mehr oder weniger vergammelte Exemplare habe links liegen lassen:





Kammkoralle, Stinkmorchel mit Gästen, grünblättriger Schwefelkopf
Als ich wieder aus dem Wald heraus kam, lockte mich ein Gelände, das ich schon länger mal näher ansehen wollte.

Es ist abgesperrt und auch wieder nicht zu Fuß konnte ich es normal betreten. Es sieht aus wie ein verwilderter Park mit vielen alten Bäumen. Ich fand es schön, aber auch irgendwie gruselig. Später habe ich dann gelesen: Ab 1899 befand sich hier eine Nervenheilanstalt, wobei das Sanatorium eher an ein Schloss erinnerte: Schloss Schönow. Heute ein Lost Place. Gibt es das Schloss noch? Kann man einen Ort gruselig finden, ohne zu wissen was er mal war? Ich bin nicht weiter vorgedrungen, sondern in der Nähe der Gremsmühle wieder aufgetaucht.

Die alte Wassermühle „Gremsmühle“ an der Schwentine ist Namensgeber und Wahrzeichen des Malenter Ortsteils Gremsmühlen, in dem ich ja wohne. Seit 1280 drehte sich das Mühlrad der alten Kornmühle, bis ihr Betrieb unwirtschaftlich wurde. In den 80er Jahren wurde es durch eine unbewegliche Attrappe ersetzt. Als im Jahr 2003 am Wehr der Mühle eine Sohlgleite für Fische und eine Kanurutsche für Kanuten gebaut wurde, wurde auch das Mühlrad wieder in Gang gebracht.
Quelle: https://heimatverein-malente.de/das-muehlrad/
Was mir hier noch nicht gelang: Die Adventure Lab App in Gang zu bringen. Das ging dann am Donnerstag.

Zurück ging es dann am See lang über die Dieksee-Promenade. Von dem See bekomme ich wohl nie genug.