Grüngürtel 2: Ostheim – Rodenkirchen


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KarteSamstag fiel Aikido aus und so brauchte ich ein Alternativprogramm. Eine gute Gelegenheit, weiter auf dem Grüngürtel – Rundweg zu wandern.

Eigentlich wollte ich an der selben Stelle wieder anfangen, an der ich das letzte Mal aufgehört habe, aber da hätte ich ziemlich lange auf den Bus warten müssen.

Also Dieses Mal einfach andersrum:
Von Ostheim durch die ruhige Mannheimer Straße und einen Weg an der Bahnlinie entlang erreichte ich den Anschluss an die Karte.

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Kleingärten in Ostheim

Und schon habe ich die erste Änderung eingeführt: Anstatt den Vingster Ring entlang zu schlappen, bin ich durch die angrenzenden Kleingärten gelaufen. Zu dieser frühen Stunde röhrte dort nur ein einsamer Rasenmäher.

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Neubaugebiet in Ostheim

Einmal um das Vingster Freibad herum führt der Weg. Hier ist in den letzten Jahren ein Neubaugebiet entstanden, teilweise schon bewohnt.

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Freibad Vingst

Das Vingster Freibad ist eine ehemalige Kiesgrube. Vom Weg aus gut zu sehen, aber schlecht zu fotografieren.

Und jetzt wird es LAUT:

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Autobahnkreuz Köln Gremberg.

Ein Autobahnkreuz ist zu überwinden. Ach was sag ich: ein Autobahnknäuel.

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Interessante Fahrradbeschilderung.

Die Wanderstrecke ist nicht ausgeschildert. Dafür aber kann man sich an der Wegweisung für Radfahrer gut orientieren. Bei den durchnummerierten Knotenpunkten hat sich wirklich mal jemand etwas gedacht.

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Gremberger Wäldchen

Leider bleibt es laut, denn auch im Gremberger Wäldchen geht es immer an der Autobahn lang.

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Gremberger Wäldchen

Mittendrin: ein Friedhof für russische Soldaten, die hier im Krieg gefallen sind.

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Friedhof der Kriegsgefallenen
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Heckenrose

Eine Bahnunterführung Richtung Poll war nicht leicht zu finden, denn die Karte ist hier etwas ungenau. Aber dahinter blühen schon die Rosen.

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Richtung Poll

Irgendwo kräht ein Hahn.

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Holunderblüte

Zwischen Bahndamm und Autobahn leben 11 Katzen, die von einer Tierschutzorganisation versorgt werden. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dieses Rudel keine weiteren Katzen toleriert.

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Wilde Katze

So erreiche ich die Ausläufer von Poll, kreuze die stark befahrene Kölner Straße und schon wieder den Autobahn-Zubringer und treffe auf Tünnes un Schäl.

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Recht hat der Schäl

Hinter einer großen Sportanlage lauert ein wenig Vertrauen erweckendes Gefährt.
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Und dann geht es ab in die Westhovener Aue. Westhovener Aue? Sagt mir nix.  Dabei bin ich doch früher oft mit dem Rad im rechtsrheinischen rumgekurvt.DSC_4376 Ich mache mal ein Päuschen mit Blick auf einen Teich und viel Wassergeflügel etwas Froschkonzert und verkneife mir das Zählen.

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gewöhnlicher Natternkopf.

Aber bin ich nicht früher viel weiter südlich erst an den Rhein gekommen?

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Vorsicht Kampfmittel!

Stimmt! Ich bin mal wieder im ehemaligen Befestigungsgürtel. Die Stelle ist mit Zwischenwerk Xa bezeichnet. Nach dem Krieg war hier überhaupt kein durchkommen: Eine belgische Kaserne und das Militärübungsgelände versperrte den Weg.

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Westhovener Aue

Nach dem Abzug der belgischen Truppen wurde das Gelände von der Stadt renaturiert und dient jetzt als Naherholungsgebiet und als Retentionsfläche bei Hochwasser. Wegen der Kampfstoffe im Boden dürfen aber die Wege nicht verlassen werden.

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Wer sieht den Parkwächter?

Weiter geht es am Rhein entlang, mit  Blick auf Rodenkirchen.

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Blick auf Rodenkirchen.
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Fledermaushaus

Und über die Rodenkirchener Brücke.

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Blick von der Brücke auf die Poller Wiesen.

Fazit: Der Grüngürtel im rechtsrheinischen ist eigentlich eine Mogelpackung. Oft nur wenige Meter schmal und mit Verkehrslärm stark belastet. An manchen Stellen im Gremberger Wäldchen wäre eine Alternativstrecke mit weniger Asphalt und etwas weiter von der Autobahn entfernt durchaus möglich gewesen, hätten die Planer mal ihren Hintern aus dem Sessel genommen und die Strecke abgewandert..

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Brückenwächter

Die Westhovener Aue war eine angenehme Überraschung. Hier wurde ein schönes Stück Land der Natur zurückgegeben. Trotzdem fand ich die Strecke zum Wandern nicht sooo gelungen. Als kurze Radverbindung zum Rhein kann ich sie aber gut brauchen.

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Rhein bei Rodenkirchen.

Gehzeit: ca. 3 Stunden gemächlich.

Erste ernst zu nehmende Einkehrmöglichkeit in Rodenkirchen

Bahnanschluss: Linie 9 Ostheim, Linie 16 Marienburg

4 Kommentare

  1. Vielleicht nicht die optimale Wanderstrecke, aber die Eindrücke und Bilder sind gelungen. PS: die Russen haben hier nicht gekämpft, deshalb passt ermordet (wie es auf dem Stein steht) vielleicht besser als „gefallen“.

  2. Die alten Fort-Anlagen sollte man mitnehmen, ansonsten finde ich es im linksrheinischen Grüngürtel auch nicht so prickelnd.

    • Fort X linksrheinisch ist sehr schön. Die anderen kenne ich noch nicht bewusst. Der äußere Grüngürtel ist ganz schön, der innere so lala, aber besser als nix grünes.

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