nasse Füße


Tagelang hatte ich Probleme mit dem Mailempfang. Apple und GMX schoben sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe und überhaupt, mein uraltes Modell von Computer verdient ja überhaupt keinen Support mehr. Schließlich habe ich das Problem auf meine eigene pragmatische Art gelöst: Den Computer von iCloud abgekoppelt und seitdem funktioniert es wieder. Bis ich so weit war, das hat aber gedauet. Wahrscheinlich wird mich Apple dafür strafen, dass ich seine Cloud nicht will.

Weil es sehr heiß war habe ich mir und meinem Buch „der getürkte Reichstag“ ein schattiges Plätzchen im Königsforst verzogen. Auf den letzten Seiten schreckte mich ein zartes bimmm von Katwarn hoch und schon fing es an zu donnern. Ich nix wie raus aus dem Wald. Bei der überstürzten Flucht ist Tante Semras Sippe verloren gegangen. Dabei war sie nicht einmal ordentlich gelabelt. Es ist unwahrscheinlich, dass sie das Unwetter überlebt hat.

Ich habe es gerade bis zur Eisdiele geschafft, wo ich die zwei Stunden ausgesessen habe, bis das Gewitter sich endlich verzogen hat. So sauber war mein Fahrrad schon lange nicht mehr. Von allen Seiten mit scharfem Strahl gewaschen.

Zu Hause dann, bot sich mir dieser Anblick:

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Naja, nicht ganz. Der Ast lag schräg auf dem Weg, der Gulli war verstopft, das Wasser stand knöcheltief und war in meine Garage gelaufen. Der neue Mieter und die Nachbarn kamen nicht mehr aus dem Haus. Das Foto entstand erst nach den Aufräumungsarbeiten. Ich bin also erstmal mit dem Rad in die Garage gewatet, habe dann bei der Stadt angerufen, und den Ast und den verstopften Abfluss gemeldet. Die Nachbarn hatten in der Zwischenzeit schon den Gulli gesäubert. Zusammen haben wir den Ast ein wenig auf die Seite gerückt, um den Weg frei zu machen. Platane ist überraschend leicht. Trotzdem gut, dass niemand drunter stand. Danach habe das Wasser aus der Garage gefegt. Gemeinsames Fegen schweißt zusammen. Aber jetzt brauche ich einen Schweißer, weil mir zwischendurch der eine Flügel des Garagentors entgegen kam: Das untere Scharnier ist ab.
Weiter ging es vor der Garage der Mieterin. Auch da eine wenn auch nicht so gewaltige Pfütze vor der Garage, auch da der Abfluss verstopft. Abfluss freigelegt, Wasser gurgelte hindurch, alles wieder einigermaßen trocken.

Aber Glück gehabt: Kein Keller ist voll gelaufen. Und wenn ich mir die Bilder aus Köln so ansehe, war das wirklich nicht der Rede wert. Bin mal gespannt, wann das Ästchen abgeholt wird.

4 Kommentare

  1. Hihi, ich hatte zuerst deine Nachricht an den Buchfriedhof und dann den Blogeintrag gelesen, war also schon vorgewarnt.

    Puh, das war aber auch ein Wetter gestern. Ich hatte nur die Wahl, die Wohnung meiner Mutter oder meine Küche oder einen draußen stehenden Buggy zu retten. Gewonnen hatte der Holzfoßboden meiner Mutter. Der Buggy braucht jetzt noch drei Tage zum Trocknen und Aurelia hatte einen Heidenspaß, in der Küche in einer 4 cm hohen Pfütze herumzuspringen und Hagelkörner zu lutschen. Tja, so lustig kann Gewitter sein, wenn man 5 Jahre alt ist.

    • Schön, dass Aurelia Spaß hatte. In der Eisdiele war ein kleiner Junge, dem war todlangweilig. Die Mutter wollte nicht gehen, bevor es aufhört zu regnen und dann EINE! Station mit der Bahn fahren. In Rath, läufst Du weiter von/zur Bahn als die eine Station nach Hause. Ich wäre eine Station durchgelaufen, nicht aber mit dem Rad wenn es blitzt.
      Bei dem Wetter bin ich nicht so sicher, ob ich nicht noch ein zweites Buch versenkt habe. Das hatte ich für die Waldchallenge (Baum am Wasser) freigelassen und dann vom ursprünglichen Releaseort unter ein Dach gebracht. Aber bei dem Regen bin ich selbst unter dem Dach nicht sicher, ob es trocken geblieben ist.
      Meine Sandalen trocknen auch noch.

      • Trug die Mutter ein weißes T-Shirt? Dann könnte ich ihr Verhalten verstehen ;o)

      • Nee, Pink oder so. Andererseits stehen da um die Endhaltestelle auch Bäume, die umfallen oder mit Ästen werfen können.

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