Interview mit der Heldin


Wie war’s?
Heiß! Mittwochs war es noch kühl und ich habe zwei überflüssige Rollis eingepackt.

Wie war die Tour?
Spannend! Auch nach etlichen Radreisen bin ich immer wieder überrascht, was am Ende dabei heraus kommt. Du fährst durch eine eher langweilige Siedlung und dann stehen da plötzlich martialische Roboter-Wächter vor einem Haus. Die Landkarte ist eben nicht die Landschaft*, egal ob ich mit einer Karte auf der Fahrradtasche fahre, oder mit dem Komoot auf dem Handy.
*Ja, das ist die 4. Grundannahme des NLP, passt aber gerade gut.

Ein paar Worte zur Planung:
Bei einer Fern- oder Themenroute würde ich wohl immer noch Spiralos bevorzugen. Einfach aufklappen, und gut. Gibt es keine „vorgefertigte“ Strecke, oder muss ich die aus verschiedenen Routen zusammenstückeln, hat sich Komoot und Planung am Schreibtisch mittlerweile bewährt. Dazu muss man aber auch die Tücken des Systems kennen. Meistens passt mir die Grobplanung von Komoot überhaupt nicht: Die kürzeste Strecke geradeaus immer an der Straße lang hat dann alles, was ich nicht will: Straße, geradeaus, Autoverkehr. Also überarbeite ich das mit dem Layer von Open Cycle Map.  Da sind ja schon Fernrouten, Themenrouten und die Kreuzungspunkte des Radnetz NRW zu sehen. Damit geht es ziemlich flott, wenn man entsprechende Zwischenpunkte setzt. Von Düren nach Aachen habe ich mir allerdings ziemlich viel Straße eingehandelt. Das Radnetz-NRW ist eben teilweise auch von Autofahrern vom Schreibtisch aus geplant. Das nächste mal nach Aachen fahre ich wahrscheinlich anders.

Die beste Radstrecke?
Die Vennroute. Ging zwar penetrant den Berg hoch, aber nie wirklich anstrengend und der „Service“ wenn man es so ausdrücken will, mit Rastplätzen, Bahnhofsgaststätten und sogar einem Bücherschrank wirklich hervorragend.

Der Rurufer-Radweg war etwas schwieriger, hat mir aber auch gut gefallen. Die Schiebestrecke habe ich ja meiner eigenen Bockigkeit zu verdanken. Und ab Heimbach war die Strecke auch eher einfach zu fahren.

Die drei Ruhetage?
Zunächst mal wollte ich wirklich etwas vom Nationalpark sehen und wandern. Tatsächlich habe ich aber wohl doch etwas viel Sonne auf den Helm bekommen, so dass ich zwei der drei Tage  eher vertrödelt habe.

Was hat gefehlt?
Schwimmzeug. Nasse Badeklamotten in Fahrradtaschen sorgen dafür, dass innerhalb kürzester Zeit alles mieft. In Norddeutschland bin ich also immer ohne Badeklamotten schwimmen gegangen. Das ist in NRW eher schwierig, im Nationalpark erst recht. Baden ist nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt und da ist dann nackt baden nicht erwünscht.

Was ist eigentlich mit dem Baum passiert?
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Es war einmal ein dicker, alter Baum. Nachdem er umgekippt ist, keimten auf ihm neue Bäume. Nach und nach verrottete er und das Wasser spülte den Humus weg.
Die jüngeren Bäume zeigen durch ihre Wuchsform, wo er gelegen hat.

Alle Tourbeiträge wurden nachbearbeitet, mit Fotos, Tracks und Links ausgestattet.

 

4 Kommentare

    • Einige Blogger machen Monatsrückblicke, ich interviewe mich selbst. Weil ich beim Bloggen unterwegs manches nicht anspreche keine richtigen Fotos und keine Links hochladen kann. Die Nachbearbeitung mache ich dann zu Hause und das Interview ist die elegante Lösung, die Links nochmal hervor zu zaubern.

    • Hier bleibt ja normal wenig Totholz liegen und schon gar nicht so lange. Aber man sieht schon gelegentlich Bäume, auf denen andere Bäume wachsen. In vergleichbarer Form habe ich so etwas eher in Costa Rica gesehen.

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