Kleine Änderungen


Gestern war so ein Wetter zum Bäume ausreißen. Habe ich dann auch gemacht. Durch den Starkregen war nämlich der Boden schön weich und so ließen sich die gefühlten 1080 Ahörnchen und Kirschlorbeerlein im Vorgarten leicht auszupfen. Und aus dem Augenwinkel sah ich dies:

Der Rhododendron schlägt aus

Ich hatte ja schon nicht mehr dran geglaubt.
Außerdem habe ich noch den abgeblühten Wiesenkerbel ausgerupft und nach hinten in den Garten gebracht, denn ich will, dass er dort seine Samen verstreut. Die beiden Rhododendren im Garten brauchen wohl noch ein bisschen, bis sie so weit sind.

Abends musste ich dann zum Aldi, weil meine Telefonkarte sich dem Ende zu neigt. Der ist ganz am anderen Ende von Rath, an der Endhaltestelle. Da war ich lange nicht mehr einkaufen. Aber wieso?
Ich war wegen der Starkregenwarnung mit der Bahn gekommen, die dann wegen eines Leitungsschadens nicht zurück fuhr. Also habe ich mal wieder umdisponiert. Den Oberleitungsschaden im Rather Hof aussitzen, anstatt zu Fuß zurück zu latschen. Da war ich tatsächlich wegen des Lockdowns dieses Jahr noch nicht. Aber auf dem Weg dorthin fiel mir noch auf, dass die Bauruine weg ist und dort ein Haus wächst. Und eine Tapasbar hat sich materialisiert. Warum war ich so lange nicht am Ortsende? Und neulich habe ich mich in Köln gefragt, warum ich so lange das Stück bis zum Barbarossaplatz nicht gegangen bin. Hier war ich doch früher öfter. Alles Lockdown oder was?
Ja, der Lockdown ist schuld, daran, dass ich nicht im Hof war, denn der war ja geschlossen. Für Aldi & Co. gibt es eine viel banalere Erklärung. Ich habe Ende des letzten Jahres die Bank gewechselt. Um kostenlos Geld abzuheben, musste ich entweder ans Ortsende oder nach Deutz, oder zu einer anderen Bank am Barbarossaplatz. Und das regelmäßig. Nachdem die Bank schleichend immer mehr Gebühren eingeführt hatte, sollten nun die beiden „nächsten“ Filialen, eben Deutz und Rath geschlossen werden. Das war das Tröpfchen, das das Fass zum überlaufen brachte. Mit dem neuen Konto kann ich überall Geld abheben, gebührenfrei, irgendwo. Also am nächstbesten Automaten. Das mache ich auch. Und weil ich ja immer Wege verbinde, also zum Beispiel Bankomat mit Aldi und ein Eis auf die Hand, war ich eben nicht mehr beim Aldi.
Kennt ihr das auch, dass eine eigentlich banale Kleinigkeit dazu führt, dass sich ganz was anderes ändert?

Ein Kommentar

  1. Die Bankkonditionen in Deutschland habe ich noch nie verstanden. Bei uns gibt es Konten mit und ohne Gebühr, aber es gibt keine Gebühren für Bankomatbenützung. Egal welcher Automat innerhalb von Österreich. Corona hat übrigens dazu geführt, dass ich seit drei Monaten nicht mehr beim Bankomat war. Wir können jetzt kontaktlos bis 50 Euro zahlen. Ich zahle sogar beim Bäcker nur mit Hinhalten.
    Eure Banken ziehen euch meiner Meinung nach über den Tisch. In Deutschland verrechnet die gleiche Bank, bei der ich ein Gratiskonto habe, Gebühren, soweit ich weiß. Dabei ist vieles sonst über der Grenze billiger.

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