Lockdown 2, Tag 41


Wetter: Genauso fies wie gestern

Morgens: Im REWE muss man jetzt einen Einkaufswagen durch die Gänge schieben, sonst kommt man nicht rein. Fataler Fehler! Wenn ich so ein Körbchen voll mache passt der Inhalt genau in die Fahrradtasche. Jetzt ist die komplett überladen und ich muss zurück schieben.

Packesel

Nachmittags: Arte hat drei Dokus aus Costa Rica in die Mediathek gestellt, um mein Fernweh zu triggern. Das wirft die Frage auf, was ich täte ohne Lockdown. Tatsächlich bin ich viele Jahre in der kältesten, düstersten Jahreszeit irgendwohin gefahren oder geflogen, wo es erträglich warm und heller war. Jetzt bin ich ganz froh, dass ich das nicht auf eine Zukunft als Rentnerin verschoben, sondern schon einen Teil der Welt gesehen habe. Nach dem Tod meiner Mutter wollte ich das wieder so machen. Hat gerade 2x geklappt mit Sri Lanka und Vietnam, dann war Corona.
Außerdem ginge ich jetzt regelmäßig zum Aikido (2,5 Stunden nach Sonnenuntergang ist für mich wie mitten in der Nacht trainieren), im Dezember wäre noch ein Wochenendlehrgang mit Jorma Lyly und Dojo-Party. Nach dem Training am Samstag ginge ich essen anstatt selbst zu kochen und anschließend vielleicht ins Museum. Auch Sonntags und in der Woche könnte ich mit dem Rentner-Ticket und dem Ausweis der NRW-Stiftung so einiges unternehmen.
Seitdem ich eine brauchbare Sauna gefunden habe, ginge ich auch in die Sauna.
Dann gäbe es noch Bookcrosser-Treffen in Köln oder Aachen.

2 Kommentare

    • Fehlannahme. Fernreisen wären jetzt durchaus möglich. Zum Beispiel nach Costa Rica. Denn der Lockdown ist hier, nicht da. Ein mir bekannter Veranstalter war mit seiner Familie gerade dort. Kommt zu Hause an und rasselt direkt in den Lockdown.
      Die Frage ist bloß, ob man sich für mehrere Stunden in den Flieger setzen mag. Mein letzter Rückflug war nicht so der Hit mit dem Sitznachbarn der wahrscheinlich unter Drogen stand und AUF mir schlafen wollte. Mittlerweile bereue ich trotzdem, nichts gebucht zu haben.

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