Lockdown 2, Tag 83-86



Sonntag: Gut, dass ich die Sonne am Samstag genutzt habe. Nachts werde ich vom Regen geweckt und Morgens ist alles dunkelgrau und dicke weiße Fladen fallen vom Himmel. Schneefladen, keine niedlichen Schneeflöckchen.
Während es schneit, muss man nicht schippen, kaum hört es auf, taut es zum Glück schon wieder ab.
Die Straße ist schon wieder frei, aber irgendwer hat den Weg zum Haus so mit dem Besen bearbeitet, dass sich eine glitschig glatte Fläche gebildet hat. Musste doch erstmal schippen, bevor sich da jemand auf die Klappe legt.
Montag: Das selbe wie gestern, Schnee, der im Nieselregen vergeht. Ich habe mir den Tag mit Terra X Dokus vertrieben.
Dienstag: kein Schnee, alles grau in grau. Die Videokonferenz mit Silke und Ingrid hat denn auch nicht geklappt.
Mittwoch: Drei Tage, die einfach so an mir vorbei gerauscht sind, Und ich nicht weiß, was ich eigentlich gemacht habe, außer Mittags zu kochen. Ein paar Dokus zu gucken und zu lesen. Immerhin lesen geht wieder.
Heute früh bin ich doch mal kreativ geworden. Dabei ging es um ein Meme, das ich sagen wir mal nicht so prickelnd fand. Jemand hatte einen Text mit voller Breitseite über einen Sonnenuntergang am See gekleistert, das ganze noch abgedunkelt, so dass das Bild nur noch mit viel Fantasie zu erkennen war.

Meine Reaktion: Ich mag grundsätzlich diese Kombination nicht, wo Text über ein Bild gekleistert ist oder ein Bild hinter eine „Message“ gelegt ist. Ich komme ja aus dem Bereich Film/Fotografie. Ist wahrscheinlich eine Berufskrankheit. Und außerdem ist das eine Bild-Text Schere. Für mich müsste bei dieser Aussage ein ausdrucksvoller Mensch zu sehen sein, kein See. 
Ich habe das denn mal eben anders gemacht:

Nachmittags hat das denn noch geklappt mit der Videokonferenz und dem Spiel und wir sind mit unserem Spybrain-Spiel fertig geworden. Wir hatten Spaß.

5 Kommentare

  1. Ah, so ist das, wenn sich Profis einer Sache annehmen 👍 Ich habe mit Schülern gerade zum Thema Manipulation das Gegenteil ausprobiert und völlig harmlose Bilder durch „gelogene“ Überschriften total dramatisch wirken lassen.

    • Nimm mal eine Hundefutterwerbung und färbe das Futter blau ein 🤢.
      Im Prinzip ist alles was du mit Bilden und/oder Text machst „Manipulation“ selbst wenn Du nichts machst, allein durch durch die Wahl des Bildausschnitts und Beleuchtung. Bei solchen Memes ist der Text an sich ja schon Manipulation. Jemand will seine mehr oder weniger philosophische Weisheit verbreiten. Sie werden tausendfach geteilt, obwohl die meisten einfach nur schlecht gemacht sind. Beim Film kommt dann noch Schnitt, Rhythmus, Musik, eventuell Effekte dazu.
      An der SRT wurden wir in mehrere Gruppen unterteilt mit exakt demselben Bildmaterial vom Christkindlesmarkt und sonst nichts. Jede Gruppe bekam einen Zettel, mit dem was sie darstellen sollte. Von „beschaulicher Bummel“ bis „vorweihnachtliche Hektik“. Hinterher mussten die anderen Gruppen raten was auf dem Zettel stand.

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