Furoshiki


Jahrzehnte lang habe ich mich nun in Tesafilm eingewickelt, mit Kleber beschmiert und Papier zerschnitten.
Von extra gekauftem Geschenkpapier bin ich schon lange abgekommen. Anfang der 80er haben meine Freunde und ich verabredet, nichts mehr in Geschenkpapier einzupacken. Daraus resultierten mehr oder weniger geschickte Versuche, mit anderen Verpackungsmaterialien von Zeitung bis Zeitschrift. Unter anderem habe ich einer Freundin mal etwas in ein Halstuch verpackt. In letzter Zeit aber immer öfter einen kleinen Karton mit bunten Kalenderblättern beklebt. Trotzdem: Zur Verpackungskünstlerin werde ich nie.

Und jetzt spülte mir aus der japan-affinen Aikido Gemeinschaft etwas in die Timeline: Furoshiki. Übersetzt Badetuch.
Das ist im Original ein Quadratisches Tuch, in dem die Japaner früher ihre Klamotten verpackt haben, wenn sie ein öffentliches Bad aufsuchten.
Und was ich heute gelernt habe: In einem quadratischen Tuch kann man alles einpacken. Auch Dinge mit blöder Form, Flaschen, einfach alles. Ohne Kleben, Schmieren, Fluchen, Knittern… Ausprobiert:

Passt schon

Üben muss ich noch. Anleitungen gibt es unendlich viele im Internet, man musste mich nur drauf schubsen.