2019 schrieb ich diesen Blogbeitrag.
Seitdem hing Uropas Sängerurkunde gerahmt in meiner Küche. Natürlich habe ich sie nicht noch einmal anders gerahmt. Jetzt, mitten in den Umzugsvorbereitungen hatte ich einen meiner berüchtigten nächtlichen Einfälle: Die Urkunde soll in Köln bleiben.
Ich habe also Sonntag eine Mail an die grafische Abteilung des Stadtmuseums geschickt und bekam sofort Montag früh Antwort
„Die Urkunde ist interessant für uns, da wir generell nicht sehr umfangreiche Bestände zum gesellschaftlichen Leben in Köln-Rath in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts haben und die Urkunde daher eine gute Ergänzung unserer Sammlung darstellt.“
Heute Morgen habe ich dann die Urkunde ins Stadtmuseum gebracht. Herr Hille, der Leiter der Graphischen Sammlung, war angetan vom guten Zustand der Urkunde, trotz ihres Alters. Sie hat wohl sehr wenig Licht bekommen. Ich hatte ja erwartet, dass nach ein paar Jahren in meiner Küche die Umrandung durch das Passepartout zu sehen sein würde aber auch da war nichts zu sehen.
Zu treuen Händen. Im Stadtmuseum ist sie bestimmt gut aufgehoben und wird vielleicht einmal ausgestellt.

Schöne Idee. Ich habe mal Unterlagen von der Hauer Ausbildung meines Großvaters an das Bergbaumuseum in Bochum verschenkt. Das waren Lehrbücher aus den fünfziger Jahren. Die Rückmeldung war dann dass sie die Bücher zwar haben aber in deutlich schlechteren Zustand als die die ich jetzt geschickt hatte. Aktuell habe ich hier ein Stück Kohle liegen mit pflanzlichen Einschlüssen. Sie stammen aus der Zeche an der mein Urgroßvater und Großvater gearbeitet haben. Ich plane die Stadt Lünen mal anzuschreiben ob sie Interesse hat
Alte Schulbücher sind ein bisschen grenzwertig, da sie eine hohe Auflage hatten und oft in schlechtem Zustand sind. Obwohl ich die rassistischen Biologiebücher meines Vaters durchaus lesenswert fand. Vom Stadtmuseum weiß ich immerhin, dass sie alte Urkunden in der Grafik haben und vor einiger Zeit schon einmal ein schönes Exemplar bekommen haben. Vielleicht schafft es meine ja auch in den Stadtanzeiger. Sie haben wenig aus dem rechtsrheinischen. Hier gibt es im Ort ein „Kulturkränzchen“ das solche Sachen abgreift. Aber denen hätte ich das gute Stück nicht überlassen.