Auf dem Nachhauseweg traf ich mitten auf dem Gänsekackstreifen am Dieksee einen Rotfußröhling.
Eigentlich ist der essbar, aber der war mir schon zu alt.
Damit war aber der Ehrgeiz geweckt, mal wieder nach Pilzen zu schauen. Ich schnappte mir also Abends den Knüppel und ging ein Stückchen in den Wald.


rotrandiger Baumschwamm
Unter Pilzen gibt es Zersetzer und Symbionten. Zersetzer leben davon, dass sie Dinge (Kuhfladen, Totholz, Laub,) zersetzen Symbionten sind die, die sich mit einem Baum zusammentun, mit dem sie Phosphate und Nitrate gegen Zucker tauschen.
Der Champignon ist ein Zersetzer, die Verwechslungsart Knollenblätterpilz ist ein Symbiont der braucht einen Baum.



Rübling, Gammelpilz, Blut-Helmlig
Wo es viel Totholz gibt, gibt es viele Zersetzer. Es gibt sogar Zersetzer, die Pilze zersetzen. Sie alle sind wichtig im Stoffkreislauf des Waldes.


steife Koralle
Bir hier alle nicht essbar, aber hübsch. Der Knüppel hat sich bewährt. Bei den teils steilen Anstiegen der Holsteinischen Schweiz bietet er nicht nur eine gute Stütze, sondern auch das nervige Klack – Klack – Klack der industriell gefertigten Metallstäbe auf hartem Boden fällt weg.



Perlpilz
Das wäre mein Preis gewesen: Perlpilz ist essbar. Ich habe aber die Finger davon gelassen, weil ich nicht genau bestimmen konnte, ob es sich um die giftige Verwechslungsart Pantherpilz handelte.
Zurück an der Diekseepromenade traf ich die Nachbarin von oben mit dem Hund. „Wo haben Sie denn den schönen Stock her?“ „Aus der Touristeninfo“
Jetzt ist sie weg. Ausgezogen, gerade als ich mich an sie gewöhnt habe.

Einen Rotrandigen Helmling gibt es (noch) nicht. Das ist ein Bluthelmling.
Wenn du dich an den Perli trauen willst – es lohnt sich – achte auf folgende Merkmale:
Da ist mir wohl das rotrandige vom Baumschwamm zum Helmling verrutscht.