Auf die Bäume ihr Affen


Der Wald wird gefegt! Kaum ist die Saison vorbei, wird gefällt. Das ist mir schon neulich bei einem Spaziergang aufgefallen, als ständig die Fällarbeiten zu hören waren.

viel Holz auf dem Hinweg

Nun wollte ich noch einmal mit dem Rad nach Plön. Die einfache Strecke bin ich im Mai schon einmal gefahren. Tja denkste! Durch Waldarbeiten und Starkregen in der letzten Zeit sind die unbefestigten Wege zerfahren und mit kinderkopfgroßen Steinen und Wurzeln garniert. In Niederkleveez erstmal Pause am Fährhaus mit Zander und Pfifferlingen. Vielleicht ist es danach besser? Naja, ein bisschen besser schon, ein Teil war ja Radweg und am Behler See gab es wenigstens keine Fällspuren, wenn auch eine kurze Steile Abfahrt und viel Matsch

Rast am Behler See

Es wäre aber wahrscheinlich auch besser gewesen, bis Plön durchzufahren und den Rückweg über Asphalt oder mit der Bahn anzugehen. Aber ich Depp habe mich dort entschieden auf einer etwas anderen Strecke durch den Wald zu fahren. Die war eigentlich ok. Leider hat Komoot schon wieder beim Versuch, die Tour zu ändern abgebrochen und gespeichert.

viel Holz auf dem Rückweg

Und dann wieder am Dieksee lang zurück. Auf dem Foto sieht das noch besser aus, als es zu fahren war. Anscheinend ist die Gegend hier grundsätzlich besser zum Wandern geeignet, als zum Radfahren. Ich hatte ja schon einige Aha-Erlebnisse mit steilen, ausgewaschenen Anstiegen und Abfahrten. Die Waldstrecke nach Eutin würde ich in Gegenrichtung nicht fahren wollen.

An den Spiegelteichen entlang habe ich geschoben, weil ich die Strecke sehr mag und dort Radfahren verboten ist. Außerdem wollte ich meinen lädierten Hintern schonen. Falsche Hose für die Hubbelpiste.

Der kleine Waldgeist hat schon wieder einen neuen Hut.


Zu Hause beim Bearbeiten der beiden Tour–Teilstrecken, dann die Überraschung: Was im Mai noch als einfache Tour durchging, ist jetzt als schwierig bezeichnet. Kein Wunder also, dass ich nicht von der Stelle kam. Der Single-Trail oberhalb des Behler Sees, den ich eigentlich ok fand, ist mit „Untergrund für Radfahrer ungeeignet“ gekennzeichnet.

3 Kommentare

  1. Ich war am Sonntag im Forst Christianslust bei St. Michaelisdonn. Da sind die Forstarbeiter letzte Woche mit 2 Harvestern durchgerauscht.Dass die gefällten Stämme vor Ort entastet werden, ist ja ok, aber dass die Harvester wirklich querwaldein fahren, ohne Rücksicht auf andere Bäume und den Boden, ist eine echte Schweinerei.

    Am liebsten hätte ich ein paar Fotos an den Waldbesitzer geschickt, der uns (die VHS Brunsbütttel und mich) vor einigen Jahren angemeiert hatte, wir würden den Wald schädigen, indem wir in Gruppen auf Pilzexkursion gehen. Das ist nämlich der Graf Rantzau. Offensichtlich sind die Harvester für den Wald weniger schlimm als eine 10er-Gruppe Pilzneugieriger, die ich sowieso in aller Regel auf den Wegen führe: Hier können sie Pilze einfach einsammeln, im Wald müssen sie sie suchen.

    Ich hatte Christianslust dann auch ein paar Jahre lang ausgelassen, bin aber seit letztem Jahr ein- oder zweimal mit je einer Gruppe dort unterwegs.

    • Ja, ist so ähnlich wie mit den Jägern, die immer behaupten, Spaziergänger mit oder ohne Hund, Radfahrer, Jogger, Reiter würden das Wild verjagen. Das Wild steht ruhig im Gebüsch und guckt Irgendwann durften wir in HH nicht ausreiten, weil im näheren Umfeld des Reitstalls gejagt wurde. Ich war also außerplanmäßig mit Wanderer auf dem Springplatz, dicht daneben ein Redder, und der war ziemlich guckig. Was guckt der immer in das Wäldchen? Da stand die gesamte Rehbevölkerung aus der Gegend, schaute uns beim Reiten zu und wartete bis die Jagd vorbei war.

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