Der Blog hängt mal wieder, weil das Wetter noch gut ist, aber die Tage zu kurz. Am Ostufer des Dieksees war ich zuletzt bei einem meiner früheren Aufenthalte in Plön. Nach dem Essen ein kurzer Spaziergang dort hin. Nix dabei, außer Fon und – in weiser Voraussicht – den Knüppel.


Das kleine Geisterboot auf dem Gelände des Schwimmbades gefällt mir. In der Saison kann man hier kostenlos und beaufsichtigt baden. Es gibt sogar Toiletten, Getränke und Umkleidekabinen. Jetzt ist das Gelände abgeschlossen, obwohl das Wetter noch gut für einen kurzen Gang in den See getaugt hätte. Der Uferweg endet 100m hinter dem Schwimmbad, ab da muss ich irgendwie anders.




Pilze gab es auch wieder. Aber was für welche? Ein Röhrling war darunter, hier nicht abgebildet, dem ich mit äußerstem Mistrauen begegnete. Eigentlich kann man Röhrlinge ja essen, aber helle Huthaut, roter Fuß? Könnte ein Satansröhling sein. Bei meinem Pech dieses Jahr ist es wohl einer.


Aus der Sackgasse führt ein Weg nach oben zum Wildgehege. Die Sau grunzt mich an. Ist das freundlich oder eine Warnung? Im Rothirschgehege röhrt ein Hirsch, die Kuh ist noch nicht interessiert und ich Depp habe die richtige Kamera nicht mit. Aber um durch einen Maschendrahtzaun zu fotografieren, taugt das Fon sowieso besser.


Ich jedenfalls tauge nicht zur Heldenverehrung. Am liebsten würde ich an solchen Kultstätten das Wort Helden durch Darwin-Award-Gewinner ersetzen. Passt aber nicht auf den Stein. Deppen könnte passen. „Sie starben für Euch (oder uns)“ durch „Sie starben für Adolf Hitler“ (oder den Kaiser). Der Ort ist hübsch ruhig, auf einer Anhöhe gelegen. Dahinter geht es steil bergab nach Malente. Gut, dass ich den Knüppel dabei habe.
Die beiden Fotos mit den weißen Pilzen auf Holz zeigen den Buchen-Schleimrübling (Oudemansiella mucida). Der ist zwar nicht essbar, doch wird er in Osteuropa gerne zur Herstellung von Hautpflegemitteln verwendet – ähnlich der Aloe vera. Außerdem hat sich in vitro gezeigt, dass er gegen ein paar Krebsarten wirksam ist.
Der Pilz unten links ist eher ein Perli denn ein Panther. Vor allem weil der Hut rötet, was beim Panther nie der Fall ist. Daneben ist der – ich lehne mich mal aus dem Fenster – Samt-Täubling (Russula amoena) zu sehen. Sehr hübsch und typisch mit den Farben im Hut und dem violett angehauchten Stiel.
Dein Röhrling mit hellem Hut und rotem Stiel – da bin ich ganz schnell beim Satansröhrling. Auch, weil er in der Gegend vorkommt.
Warum war das hier im Spam-Ordner? Vielen Dank für die Bestimmungen. Der Satansröhrling hat bei Naturgucker.de für Endlose Diskussionen gesorgt, weil einer überzeugt war, es handele sich um einen netzstieligen Hexenröhrling. Erst der Verweis auf Dich als Pilzexperten hat ihn besänftigt.