Die Kuh ist da!


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Ein Päckchen, ausnahmsweise für mich.

Sonst bin ich ja hier die Poststelle für die Mieter, aber heute kam endlich mal ein Paket für mich. Das habe ich heute schon mit Spannung erwartet.

Aber zurück auf Anfang. Ich mag kein Fleisch aus Massentierhaltung kaufen, und zur Veganerin bin ich einfach nicht geschaffen. Auf Holnis hatte ich ja auch schon Erfahrung mit freilaufenden Galloways und Highland-Rindern gemacht. Ja, ich habe sie auch gegessen. Mir ist es lieber, wenn ich weiß, wie ein Tier gelebt hat.
Unterwegs mit mir“ gab mir den Tipp mit „Kauf ne Kuh„. Nachdem ich eine Kühltruhe geerbt habe, war auch die Voraussetzung für die Lagerung geschaffen. Und flugs sicherte ich mir meinen Anteil am Weiderind. Dann hieß es warten. Das Rind wird erst geschlachtet, wenn sich genug Interessenten gemeldet haben. Vor 14 Tagen kam eine Mail: „Deine Kuh reift.“ Das heißt, sie war geschlachtet worden, und ich sollte ein Lieferdatum bestimmen.
Gestern kam noch die Nachricht, dass sie abgeschickt wurde. Heute zwischen 8.00 und 14.00 sollte sie geliefert werden und ich war etwas aufgeregt. Einen halben Tag warten liegt mir nicht. Heute früh mal geschaut, wo sie ist? Deine Kuh ist gerade in Bonn. Ahja, dann kann ich ja noch in Ruhe duschen.

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Das kleine Paket passt gut in ein Gefrierfach.

Jetzt habe ich ein ganzes Fach voll Rindfleisch als Vorrat. Vielleicht hätte ich, um des Effektes willen, die Steaks für das Foto nach oben legen sollen.?

Das „kleine“ Paket reicht gut für meinen Single-Haushalt. Auch die Mengen der einzelnen Portionen finde ich gut. Nicht ganz so riesig. Bis auf die Chipolata-Würste, da hätte ich 3×2 statt 2×3 handlicher gefunden. Aber egal. Der nächste Besuch kommt bestimmt, und dann landen die auf dem Grill oder Rost.

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Rechts, der Lieferumfang, links mein Mittagessen.

Wer es ausprobieren möchte, kann gerne den Link benutzen, dann gibt es 5€ Rabatt für Dich und 5€ Gutschrift für mich. Es gibt auch „Kauf ein Schwein“, aber da traue ich mich noch nicht so ran, weil ich seit 1984 Schwein nur in Ausnahmesituationen esse, zum Beispiel wenn ich eingeladen bin, und privat nicht kaufe.

11 Kommentare

  1. Tolle Idee. Hat Du eine Ahnung, wie „alt“ Deine Kuh werden durfte? Das Sie ein glückliches Leben hatte versteht sich von selbst 🙂

    • Wie alt sie war, weiß ich nicht, aber definitiv ausgewachsen. Das Fleisch ist dunkel. Die Hochleistungsrinder aus der Mastanlage werden ja schon „schlachtreif“ bevor sie ein Jahr alt sind. Das Alter müsste sich anhand der Ohrmarke feststellen lassen, und ich weiß, dass die Kuh aus Ravensburg kommt.
      Ich habe gerade mal das Hack angebraten und festgestellt, dass es überhaupt nicht wässert, so wie früher eben.

      • Klasse, danke. Das ist doch schon ein richtig schönes Kuh-Leben! Und noch mal Danke für den Tipp und das Ausprobieren. Wenn ich mal eine Schublade im Eis frei habe, werde ich das ganz sicher auch mal probieren. Ulrike

  2. Ja die Packungsgröße bei den Bratwürsten fand ich auch unglücklich, beim nächsten Mal würde ich diese dann vor dem einfrieren vereinzelt. Es ist ein grundsätzliches Kennzeichen von allen Fleischsorten dass da nichts schrumpft.

      • Bisschen misstrauisch? Fast alle Bauern dieser Seite sind von mir aus in höchstens einer Stunde Autofahrt zu erreichen. Aber isch ‚abe gar keine Auto…

      • Nö, bin nicht misstrauisch. Es gibt ja eine Beschreibung der Höfe auf den Seiten und das Fleisch was ich probiert habe, liegt Welten entfernt vom Supermarktfleisch. Wässert nicht, schrumpft nicht und deswegen hatte ich mich mit der Menge total verschätzt.

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