Hoi An


In Hoi An bleiben wir drei Nächte. Zeit, die Wäsche abzugeben.

Beim ersten abendlichen Orientierungslauf in der Welterbe-Stadt kommt meine leichte Platzangst zum Vorschein.
Mir ist es hier viel zu voll.

Überall hängen bunte Lampions, überall preisen Schneider und Händler ihre Dienste an, überall drängen sich Touristen.

Auf dem Fluss schwimmen bunt beleuchtete Ausflugsboote und kleine Glück verheißende Kerzen.

Am nächsten Morgen wurden die Touristenmassen durch Markthändler ersetzt.

81 Jahre, 40 Jahre Krieg, Bombenhagel, Napalm, Agent Orange und sie bringt noch täglich ihre Waren auf den Markt.

Wir besuchen die Versammlungshalle der Chinesischen Händler aus Fujian. Neben der Schutzgöttin der Seeleute und dem Gott des Reichtums, werden, haben auch die Oberhäupter der ersten sechs Familien und die Urammen ihre Altäre.
Die Fische streben immer aufwärts zum Mond, damit sie zu Drachen werden.

Anschließend geht es ins Museum der Kulturgeschichte Hoi ans und ein altes Kaufmannshaus.

Alle Häuser in Hoi Ans Altstadt haben zwei Eingänge, zu zwei parallel verlaufenden Straßen und einen Innenhof. Man kann also in einem Haus zwei Geschäfte an zwei Straßen haben. Clever gemacht! Die beiden Eingänge leicht liegen schräg versetzt gegenüber, damit die gute Energie im Haus bleibt und der Fußboden ist zur Mitte hin abgesenkt.

Danach haben wir frei. Ich setze mich ab und gehe weiter an der Uferpromenade über eine Brücke auf die Insel gegenüber. Hier ist es tagsüber ruhiger als in der Altstadt. Die Häuser sind neu, mussten aber im Baustil an den der Altstadt angepasst werden. Eine gute Entscheidung.

Über die andere Brücke erreiche ich wieder die Altstadt, wo ich noch ein Museum für traditionelle Medizin besichtige. Auf dessen Rückseite befindet sich eine Galerie.

Danach habe ich genug von dem Gewimmel. Nachdem ich meine Wäsche abgeholt habe, mache ich Feierabend am Hotelpool.

Am nächsten Morgen Tag leihe ich mir eine kleine vietnamesische Folterbank und setze mich ab zu einer Radtour auf eigene Faust.

Die Radtour führt aus Hoi An heraus zuerst durch die Reisfelder bis zu den Gartendörfern. Dort mache ich eine Pause und jemand schnappt sich mein Rad. Nur eine Verwechslung.

Am Strand mache ich eine lange Siesta. Dieser Strandabschnitt ist ruhiger als der, den unser Guide vorgeschlagen hat.

Zurück geht es durch ein Neubaugebiet an einem Fluss entlang, über eine Brücke, nochmal durch Reisfelder, an Kriegsgräbern vorbei.

und ganz am Ende auf der UferPromenade.

Insgesamt eine schöne Tour auf weitgehend ruhigen Wegen. Leider hat, trotz der relativ kurzen Strecke mein Hintern sehr unter dem Fahrrad gelitten.

Abends gehen wir noch ins Theater. In einer gigantischen Show mit Musik, Tanz und artistischen Einlagen wird die Geschichte von Hoi An dargestellt.

Falls das mal jemand nachmacht: Es lohnt sich schon vor Beginn der Vorstellung hinzugehen, denn um das Theater herum finden auch schon artistische Vorführungen statt.