Lockdown 2, Tag 37


Morgens: Ich blättere im Stadtanzeiger und dann das:


Noch vor Kurzem, vor der Wahl, textete die CDU auf den Wahlplakaten von Frau Gärtner: Für den Schutz des Freiraums zwischen Rath/Heumar, Brück und Neubrück. Alles Lüge!


Kaum ist die Wahl vorbei, die Sitze für fünf Jahre gesichert, wird schon ein riesiger Claim für den Ausverkauf dieses Landschaftsschutzgebiets abgesteckt: das Gebiet zwischen Brück-Rather Steinweg im Westen, Rather Kirchweg, dem westlichen Ortsrand von Rath im Osten und der Stadtbahntrasse der KVB Linie 9 in Köln-Rath/Heumar, 
Laut dem KStA-Artikel und dem Antrag der CDU geht es dabei nur um die Verlegung einiger Sportplätze und den Bau einer Schule. Tatsächlich geht es aber um Wohnungsbau. Wie ich aus dem CDUler: Stefan Clemens Müller auf Facebook herauskitzeln konnte.
Zitat: „Das alles mit dem Ziel, um 1. den Sportvereinen eine neue und dauerhafte Heimat zu schaffen (die am alten Standort mindestens gefährdet ist!) und 2. zu prüfen, ob in diesem Gebiet in geeigneter und ortsüblicher Form eine bezahlbare Wohnbebauung realisiert werden kann.
Ein Widerspruch, denn in Rath Heumar ist die ortsübliche Form Einfamilien- oder Reihenhaus. Bezahlbar wäre eine Bebauung wie Neubrück. Gerade in Zeiten des Klimawandels gilt es neue Flächenversiegelung möglichst zu vermeiden. Ginge es ausschließlich um ein paar Sportplätze und eine Schule, wäre auch nur ein Bruchteil der Fläche nötig. Eine Schule in der Größe des Schulzentrums Ostheim würde auf die Fläche zwischen der Rösrather Straße und er Bahnlinie passen, Die Sportplätze fänden locker Platz an der Lützerather Straße. Damit wäre der Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet minimal.
Ich habe das mal simuliert, wahrscheinlich versteht es nicht jeder.

Auf die Fläche zwischen der Rösrather Straße und der Bahnlinie habe ich das Ostheimer Schulzentrum einkopiert, Oben am Burgacker die zu verlegenden Sportplätze.

2 Kommentare

  1. Damit lässt sich dann auch die Unterstützung der Rather SPD für die Wasserskianlage der CDU erklären. Die SPD steht nämlich dem RSV nahe, der dringend die neuen Fußballplätze haben möchte. Das Stadtplanungsamt möchte das Bebauungsplanverfahren dafür aber erst beginnen, wenn die Wasserskianlage komplett durch ist.

    Die geplanten Kunstrasenplätze werden übrigens das nächste Highlight für die Umwelt.

    • Ja, Ich habe mich vorgestern mit so nem CDU-Fuzzi bei Facebook behakt. Dr nennt das minimal invasiven Eingrifff.
      Merkwürdigerweise hat sich die Frau Gärtner gemeldet, sie würde im Rat die Verbauung der Grünfläche nicht unterstützen. Was soll sie auch sonst sagen, sie muss ja mit der Grünen Mehrheit klar kommen.

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