Lockdown 2 Tag 155-156


Donnerstag:
Morgens hat sich die Wetterlage einigermaßen normalisiert, ist aber noch sehr kalt.
Ich lasse die Hühner raus, und dann muss ich mal zum Akustiker und zum Markt.
Ab und zu besuche ich die Hühner. Ich lerne sie besser kennen. Es gibt ein glattes, rotbraunes Huhn, ein weiß gestricheltes Huhn, ein großes helles Huhn und noch ein großes helles Huhn. Die beiden großen hellen haben wohl ein Problem mit der Rangordnung. Eins pickt immer das andere. Eins von den beiden wurde mir auch als Leithenne vorgestellt.
Eins der beiden hellbraunen steht immer etwas Abseits, ist aber das Huhn, das das andere pickt.
Ich mache ihnen eine Freude mit Löwenzahn, darauf sind sie ganz scharf.
Spaßeshalber werfe ich ein Blatt vom Bärlauch ins Gehege und erlebe ein Hennenrennen. Das rotbraune Huhn schnappt sich das Blatt und rast damit durch das Gehege, während es von den anderen verfolgt wird. Es sieht sehr lustig aus. Später lese ich, dass dieses Verhalten bei einem besonderen Leckerbissen normal ist. Gut dass die nicht ganz freilaufen, sonst wäre es das mit Bärlauch gewesen.
Sie achten auch sehr auf die Reihenfolge, wer zuerst an die Tränke gehen darf, die beiden hellbraunen, wer zuerst schlafen geht, anscheinend das Leithuhn. Bis sie alle drin sind, in der richtigen Reihenfolge, bin ich halb erfroren.



Freitag: An den ersten beiden Tagen sah das Gehege in kürzester Zeit völlig vermatscht und zerwühlt aus. Ich habe Blumensamen bestellt, Schmetterlingsstreifen, die ich dort auswerfen will, wenn die Hühner wieder weg sind. Jetzt wo es aber nicht mehr ständig stürmt und schneit, hat sich aus dem durchgescharrten Moos eine lockere Streuschicht gebildet, die ziemlich ordentlich aussieht.


Anfangs standen immer drei der Hennen zusammen und das große helle Huhn etwas abseits. Heute ist es definitv schlecht gelaunt und sieht etwas gerupft aus. Vielleicht hatten sie miteinander ein Hühnchen zu rupfen. Ich werfe ein paar Kohlrabi-Blätter ins Gehege. Drei der Hühner mögen sie, das große Helle nicht. Sie scharrt während dessen im Moos und pickt nach Insekten.


Das rotbraune ist ziemlich flink und verfressen. Jedenfalls lässt es sich so leicht nichts aus dem Schnabel nehmen. Ich bilde mir ein, es wäre in den drei Tagen gewachsen. Das gesprenkelte wohl der beste Kumpel des rotbraunen.

Viel zusammen: Rotbraun und gestrichelt

Nachmittags ist es dann warm genug, im Garten zu sitzen und zu le… die Hühner zu betrachten. Ich kann jetzt auch die beiden hellbraunen auseinander halten. Das schlecht gelaunte Huhn, wurde wohl in der Rangfolge degradiert, das andere ist die Leithenne.
Zen und die Kunst ein paar Hühner zu betrachten ist beruhigend und macht schläfrig.
Dann hat das kleine gestrichelte Huhn ein Ameisennest gefunden und sich eine Kuhle gescharrt um darin zu baden. Natürlich wollen alle anderen jetzt auch in die Kuhle. Nach einigem Hin- und Hergerücke steht die Reihenfolge fest.
Zuerst badet die Leithenne, dann das Rotbraune und das Gestrichelte zusammen und das schlecht Gelaunte hat dann auch keinen Bock mehr, als alle fertig sind.

Leithenne

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