Bündnis für die Felder


Da passt man mal einen Moment nicht auf, und Schwupps, ist man Gründungsmitglied einer Bürgerinitiative. Und das kam so:

Feld 1 zwischen Rather See und Rath

Bereits am 9.Dezember 2020 kurz nach der letzten Kommunalwahl erschien ein Artikel im Kölner Stadtanzeiger, in dem die zukünftige Bebauung der Felder angepriesen wurde. Das, nachdem sich Frau Gärtner (CDU) noch plakativ geäußert hatte, sie wolle den Freiraum Zwischen Rath-Heumar, Brück und Neubrück schützen.
In letzter Zeit jedoch häuften sich die Presseberichte, die meisten davon mit dem Tenor: „Die Stadt lässt die Sportvereine im Regen stehen!“. Hiermit sollte meiner Meinung nach Druck auf die Politik ausgeübt werden, die nun eingereichte Beschlussvorlage für die Überplanung des Landschaftsschutzgebiets schnell und ohne längere Prüfung durchzuwinken. Der Hintergrund: Mitten in Rath gibt es einen Fußballplatz und zwei Tennishallen. Der Eigentümer möchte das Grundstück für Wohnbebauung nutzen, der Fußballplatz und die Sportplätze müssen weichen, und zwar auf die Felder, die demselben Grundbesitzer gehören.

Gänse über Feld 2 zwischen Rather Kirchweg und Rather See

Allerdings handelt es sich dabei um ein Landschaftsschutzgebiet in einer Dimension, die nicht nur einen sondern gleich 34 Fußballplätze fassen würde. Meine Fotos verdeutlichen die eigentlichen Dimensionen wohl eher als die bisherigen Pressefotos. Tatsächlich soll hier die Voraussetzung für Wohnbebauung und eine Schule geschaffen werden. Dabei gibt es in nur 900m Entfernung, in Ostheim, schon ein gutes, großes Schulzentrum, und die Wohnbebauung würde in absehbarer Zukunft den Sportverein wieder so umzingeln, dass er weichen müsste.
Ich hatte dann Kontakt mit Peter von der Wählergemeinschaft GUT-Köln , die Brückerin Susanne kam dazu und als vierter im Bunde Holger vom BUND, der ebenfalls in Rath wohnt. Am 15. Januar drehten wir eine Runde um das Landschaftsschutzgebiet. Und seitdem waren wir ziemlich beschäftigt.

Feld 3 zwischen Rösrather Straße und Bahntrasse.

Denn die Zeit drängte: Die Beschlussvorlage sollte im Rat der Stadt verhandelt werden. Ein Positionspapier dazu wurde entworfen und eingereicht, Verbündete gesucht und unser Freund Marc arbeitete fieberhaft an einer Webseite.
Nun sind die ersten Schritte geschafft.
Unsere Webseite Bündnis für die Felder ist online, eine Petition erstellt und eingebunden. Morgen findet eine erste Pressekonferenz statt. (Dabei stehe ich doch lieber hinter, als vor der Kamera). Es bleibt spannend.

Das Naherholungsgebiet darf nicht verschwinden

Längerfristig wollen wir uns auch um die anderen Grünflächen zwischen Rath-Heumar, Brück und Neubrück kümmern, denn bei unseren Recherchen taten sich Abgünde auf, von denen wir noch überhaupt nichts wussten. Wenn ihr uns helfen wollt, entweder als aktive Mitglieder der Bürgerinitiative oder auch nur mit Eurer Unterschrift, besucht bitte unsere Webseite Bündnis für die Felder .

Felder 1 und 2 aus Richtung Rath betrachtet